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Feldwebel bei der Bundeswehr: Laufbahn, Ausbildung, Gehalt

Feldwebel werden: Voraussetzungen, Auswahlverfahren, drei Jahre Ausbildung, Verpflichtungszeit und Besoldung von A 7 bis A 9 kompakt erklärt.

Bundeswehr-Soldat in Flecktarn mit Gewehr und Ausrüstung auf dem Übungsplatz während der Feldwebelausbildung.

Feldwebel ist zweierlei: ein Dienstgrad der Bundeswehr und der Name einer ganzen Laufbahn. Wer sich dafür interessiert, will meist drei Dinge wissen: Welche Voraussetzungen gelten, wie lange die Ausbildung dauert und was am Monatsende auf dem Konto landet. Dieser Überblick beantwortet genau das, mit den offiziellen Zahlen und ohne Umwege.

Was ein Feldwebel in der Bundeswehr ist

Eine Soldatengruppe der Bundeswehr in Flecktarn-Uniform mit Ausrüstung bei einer militärischen Ausbildung im Freien.
Der Feldwebel gehört zur Dienstgradgruppe der Unteroffiziere mit Portepee und trägt in der NATO-Systematik den Rangcode OR-6. In Heer und Luftwaffe lautet die Bezeichnung Feldwebel, bei der Marine heißt der ranggleiche Dienstgrad Bootsmann. Besoldet wird beides nach Besoldungsgruppe A 7 der Bundesbesoldungsordnung.

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Rechtlich ist die Laufbahn in den §§ 17 bis 21 der Soldatenlaufbahnverordnung (SLV) geregelt. Die SLV beschreibt sowohl den Einstieg direkt nach der Schule als auch die Zugänge für Bewerberinnen und Bewerber mit abgeschlossener Berufsausbildung.

Inhaltlich verbindet der Dienstgrad zwei Rollen. Feldwebel sind Fachleute in ihrem Bereich und gleichzeitig militärische Vorgesetzte: Sie führen unterstelltes Personal, bilden es aus, verantworten Material und planen Ausbildungsvorhaben. Eine Gruppe umfasst bis zu 10 Soldatinnen und Soldaten, ein Zug 30 bis 60.

Ein häufiges Missverständnis: Feldwebel sind keine Beamten. Sie sind Soldatinnen und Soldaten in einem eigenen öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis und werden nach dem Bundesbesoldungsgesetz besoldet, meist zunächst als Zeitsoldat.

Fünf Laufbahnrichtungen: vom Truppendienst bis zum Militärmusikdienst

Soldaten bei der technischen Wartung eines GTK Boxer Militärfahrzeugs der Bundeswehr im Fachdienst.
Die Feldwebellaufbahn gliedert sich in fünf Richtungen: Truppendienst, allgemeiner Fachdienst, Geoinformationsdienst, Militärmusikdienst und Sanitätsdienst. Eingesetzt werden Feldwebel in allen Teilstreitkräften und Organisationsbereichen, also im Heer, bei der Luftwaffe, bei der Marine, in der Streitkräftebasis, im Sanitätsdienst sowie im Cyber- und Informationsraum.

Im Truppendienst liegt der Schwerpunkt auf den militärischen Kernaufgaben. Laut der offiziellen Stellenbeschreibung der Bundeswehr bilden Feldwebel hier an Waffen und Fahrzeugen aus, vermitteln taktisches Vorgehen bei Übungen und im Einsatz und gehören zu klassischen Kräften wie Infanterie, Artillerie oder Panzertruppe. Auch Spezialbereiche wie Kampfmittelabwehr oder Minentaucherdienst sind möglich.

Im allgemeinen Fachdienst arbeiten Feldwebel dagegen in Berufen mit klarem zivilen Bezug, etwa als Elektronikerin, Chemikant, Notfallsanitäterin oder Informatiker. Auch dort leiten sie Personal an und bilden es aus. Zum Fachdienst zählen laut Bundeswehr ausdrücklich der Militärmusikdienst mit Orchestermusikerinnen und Orchestermusikern sowie der Geoinformationsdienst mit Berufen wie Geomatikerin oder Geomatiker. Der Sanitätsdienst bildet eine eigene Richtung mit medizinischem Schwerpunkt.

Für die Wahl heißt das: Der Truppendienst ist der Weg für alle, die militärische Führung ins Zentrum stellen. Fachdienst, Sanitätsdienst, Geoinformationsdienst und Militärmusikdienst sind der Weg für Menschen, die ihre fachliche Expertise weiterentwickeln und trotzdem Vorgesetzte sein wollen.

Voraussetzungen: Realschulabschluss oder Lehre

Für den Zugang gibt es zwei grundsätzliche Wege. Entweder ein Realschulabschluss beziehungsweise ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand, oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer förderlichen abgeschlossenen Berufsausbildung. Förderlich bedeutet: Der erlernte Beruf ist für die geplante militärische Verwendung verwertbar.

Genau hier liegt der Hebel für Quereinsteiger. Wer bereits ausgebildet und qualifiziert ist, kann im allgemeinen Fachdienst mit einem höheren Dienstgrad einsteigen; die zivilberufliche Aus- und Weiterbildung kann dann entfallen. Die Einstellungsübersicht der Bundeswehr ordnet Bildungsabschlüsse und Berufserfahrung so den Einstiegsdienstgraden zu:

Bildungsvoraussetzungen Einstellungsdienstgrad In der Laufbahn höchstens erreichbarer Dienstgrad (als Soldatin/Soldat auf Zeit) Verpflichtungszeiten Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung im Rahmen der militärfachlichen Ausbildung (ZAW) Besoldungsgruppen*
Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene, jedoch für die vorgesehene Verwendung nicht verwertbare Berufsausbildung Unterster Mannschaftsdienstgrad (Feldwebelanwärterin/ Feldwebelanwärter [FA]/ Bootsmannanwärterin/ Bootsmannanwärter [BA]) Hauptfeldwebel/Hauptbootsmann Grundsätzlich 12 Jahre ZAW A 3 bis A 8 mit Amtszulage
Hauptschulabschluss mit einem für die vorgesehene Verwendung verwertbaren Berufsabschluss Unteroffizier (FA)/Maat (BA) (Stabsunteroffizier [FA]/ Obermaat [BA] bei zusätzlicher zweijähriger förderlicher beruflicher Tätigkeit) Hauptfeldwebel/Hauptbootsmann Grundsätzlich 12 Jahre (8 Jahre möglich) Keine ZAW A 5 bis A 8 mit Amtszulage
Realschulabschluss (oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand) und einen für die vorgesehene Verwendung bei der Bundeswehr verwertbaren Berufsabschluss oder Vorbereitungsdienst für eine Laufbahn des mittleren nichttechnischen Dienstes erfolgreich abgeschlossen Stabsunteroffizier (FA)/ Obermaat (BA) Hauptfeldwebel/Hauptbootsmann Grundsätzlich 12 Jahre Keine A 3 bis A 8 mit Amtszulage
Hauptschulabschluss (oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand) und einen für die vorgesehene Verwendung bei der Bundeswehr verwertbaren Berufsabschluss mit mindestens zweijähriger förderlicher beruflicher Tätigkeit (Berufserfahrung) Unterster Mannschaftsdienstgrad (Feldwebelanwärterin/ Feldwebelanwärter [FA]/ Bootsmannanwärterin/ Bootsmannanwärter [BA]) Hauptfeldwebel/Hauptbootsmann Grundsätzlich 12 Jahre (8 Jahre möglich) Keine A 6 bis A 8 mit Amtszulage
Hauptschulabschluss (oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand) und abgeschlossene Meisterprüfung oder Abschlussprüfung an einer mindestens zweijährigen Fachschule oder Vorbereitungsdienst für eine Laufbahn des mittleren technischen Dienstes erfolgreich abgeschlossen Feldwebel/ Bootsmann Hauptfeldwebel/Hauptbootsmann Grundsätzlich 12 Jahre (4 Jahre möglich) Keine A 7 bis A 8 mit Amtszulage
Abitur, Fachhochschulreife, mittlere Reife ohne abgeschlossene oder ohne für die vorgesehene Verwendung verwertbare Berufsausbildung Unterster Mannschaftsdienstgrad (Feldwebelanwärterin/ Feldwebelanwärter [FA]/ Bootsmannanwärterin/ Bootsmannanwärter [BA]) Hauptfeldwebel/Hauptbootsmann Grundsätzlich 12 Jahre Keine ZAW A 3 bis A 8 mit Amtszulage
Abitur, Fachhochschulreife, mittlere Reife mit einem für die vorgesehene Verwendung verwertbaren Berufsabschluss Unteroffizier (FA)/Maat (BA) (Stabsunteroffizier [FA]/ Obermaat [BA] bei zusätzlicher zweijähriger förderlicher beruflicher Tätigkeit) Hauptfeldwebel/Hauptbootsmann Grundsätzlich 12 Jahre (8 Jahre möglich) Keine ZAW A 5 bis A 8 mit Amtszulage
Abgeschlossene Ausbildung zum Meister oder vergleichbare Ausbildung Feldwebel/ Bootsmann Hauptfeldwebel/Hauptbootsmann Grundsätzlich 12 Jahre (4 Jahre möglich) Keine A 7 bis A 8 mit Amtszulage

Dazu kommen persönliche und formale Anforderungen: deutsche Staatsangehörigkeit, ein Eintreten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung, körperliche Fitness, Teamfähigkeit und Durchsetzungsvermögen. Ebenso gefordert ist die Bereitschaft, sich bundesweit versetzen zu lassen und an Auslandseinsätzen teilzunehmen.

Das Mindestalter beträgt 17 Jahre, unter 18 ist die Zustimmung der Sorgeberechtigten nötig. Ohne für die Verwendung verwertbare Berufsausbildung liegt die Obergrenze bei 29 Jahren; mit passender abgeschlossener Ausbildung entfällt sie. Die genaue Einstufung im Einzelfall klärt die Karriereberatung.

Auswahlverfahren: zwei Tage im Karrierecenter

Soldat läuft über eine Hindernisbahn beim Bundeswehr-Sporttest zur Überprüfung der körperlichen Fitness.
Vor der Bewerbung steht in der Regel ein Beratungsgespräch in einem der rund 100 Karriereberatungsbüros. Sind die Unterlagen vollständig, folgt die Einladung zum Eignungstest in einem Karrierecenter.

Das Auswahlverfahren dauert üblicherweise zwei Tage und ist immer gleich aufgebaut, auch wenn die Reihenfolge variieren kann:

  • Informationsrunde zum Ablauf und zu den Gegebenheiten vor Ort
  • medizinische Untersuchung durch den Ärztlichen Dienst, mit Körpergröße und Gewicht, Hör- und Sehtests, Blut- und Urinproben sowie der Prüfung von Körperbau, Gelenken und Reflexen
  • Basis-Fitness-Test an drei Stationen: Pendellauf, Klimmhang und Fahrradergometer
  • computergestützter CAT-Test zu den kognitiven Fähigkeiten
  • persönliches Interview und abschließende Einplanung

Das Ergebnis der ärztlichen Untersuchung kann einzelne Verwendungen ausschließen. Eine offizielle Bestehensquote veröffentlicht die Bundeswehr nicht, weshalb sich der Schwierigkeitsgrad seriös nicht in Prozent ausdrücken lässt. Wer den Basis-Fitness-Test und den CAT-Test kennt und sich darauf vorbereitet, geht jedenfalls deutlich ruhiger hinein.

Die Ausbildung: drei Jahre in klaren Etappen

Der reguläre Weg zum Feldwebel dauert drei Jahre. Er beginnt mit der dreimonatigen Allgemeinen Grundausbildung, in der alle militärischen Grundfertigkeiten vermittelt werden. Danach folgt die Spezialgrundausbildung der jeweiligen Waffengattung, dazu eine Kraftfahrtausbildung sowie weitere Lehrgänge und Truppenpraktika.

Für Anwärterinnen und Anwärter mit abgeschlossener Lehre läuft die Grundausbildung genauso ab, ergänzt um die Führungs- und Vorgesetztenausbildung. Je nach Qualifikation kann eine weiterführende berufliche Ausbildung bis zur Meisterebene vorgesehen sein.

Wer ohne verwertbaren Berufsabschluss startet, absolviert im Rahmen der militärfachlichen Ausbildung eine zivilberufliche Aus- und Weiterbildung (ZAW). Sie dauert nach Angaben der Bundeswehr in der Regel 21 Monate und endet mit einem staatlich anerkannten Abschluss, der auch außerhalb der Streitkräfte zählt.

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Verpflichtungszeit: 12 Jahre als Regelfall

Die übliche Verpflichtungszeit in der Feldwebellaufbahn beträgt 12 Jahre. Sie gibt der Bundeswehr Planungssicherheit und schafft Raum für Ausbildung, mehrere Verwendungen und qualifizierende Abschlüsse.

Kommt eine zivilberufliche Ausbildung im allgemeinen Fachdienst oder im Sanitätsdienst hinzu, verlängert sich die Dienstzeit auf 13 Jahre. Je nach Laufbahnrichtung, Verwendung und Qualifikation sind auch kürzere Verpflichtungen von acht Jahren möglich.

Nach oben ist die Spanne verwendungsabhängig. Die offizielle Stellenausschreibung der Bundeswehr mit Stand 18. Oktober 2024 nennt für den Truppendienst eine Höchstdauer von 15 Jahren und für den Fachdienst von 16 Jahren.

Besoldung während der Ausbildung und beim Einstieg

Bezahlt wird ab dem ersten Tag. Die Musterberechnungen der Bundeswehr auf Basis der Lohnsteuertabelle 2024 zeigen, wie sich die Dienstbezüge während der Ausbildung mit Dienstgrad und Erfahrungsstufe entwickeln.

Dienstgrad Alter Familienstand Kinder Grundgehalt (Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe) Erhöhungsbetrag Bruttodienstbezüge Lohnsteuer Solidaritätszuschlag Kirchensteuer Nettodienstbezüge
Schütze, Flieger, Matrose Feldwebel- bzw. Bootsmannanwärter (m/w/d) 18 Jahre ledig keine Kinder A 3, Erfahrungsstufe 1: 2.706,99 € 2.706,99 € 354,25 € 0,00 € 31,88 € 2.320,86 €
Unteroffizier Feldwebel- bzw. Bootsmannanwärter (m/w/d) 19 Jahre ledig keine Kinder A 5, Erfahrungsstufe 1: 2.778,44 € 2.778,44 € 374,66 € 0,00 € 33,72 € 2.370,06 €
Stabsunteroffizier Feldwebel- bzw. Bootsmannanwärter (m/w/d) 20 Jahre ledig keine Kinder A 6, Erfahrungsstufe 2: 2.931,00 € 26,59 € 2.957,59 € 426,83 € 0,00 € 38,41 € 2.492,35 €

Nach der Ausbildung folgt der Sprung in die Besoldungsgruppe A 7, mit Familienzuschlag später auch darüber hinaus:

Dienstgrad Alter Familienstand Kinder Grundgehalt (Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe) Erhöhungsbetrag Familienzuschlag Bruttodienstbezüge Lohnsteuer Solidaritätszuschlag Kirchensteuer Nettodienstbezüge
Feldwebel / Bootsmann (m/w/d) 21 Jahre ledig keine Kinder A 7, Erfahrungsstufe 2: 3.050,57 € 3.050,57 € 454,50 € 0,00 € 40,91 € 2.555,16 €
Hauptfeldwebel / Hauptbootsmann (m/w/d) 26 Jahre verheiratet 1 Kind A 8, Erfahrungsstufe 4: 3.523,33 € 79,56 € Stufe 2: 317,66 € 3.920,55 € 731,25 € 0,00 € 54,34 € 3.134,96 €

Zulagen, Familienzuschlag und Sozialleistungen

Grundlage der Besoldung ist das Bundesbesoldungsgesetz. Das Grundgehalt richtet sich nach Dienstgrad und Erfahrungsstufe, dazu können individuelle Zuschläge, Zulagen, Vergütungen oder Prämien kommen.

Der Familienzuschlag ist dabei der Posten, der die Bezüge am spürbarsten verändert:

Beschreibung Betrag pro Monat
Stufe 1: verheiratete oder unterhaltspflichtige Soldaten 171,28 €
Stufe 2: Soldaten mit einem Kind 317,66 €
Erhöhung für das zweite Kind 146,38 €
Erhöhung für jedes weitere Kind 456,06 €

Hinzu kommen je nach Funktion und Einsatz Amts- und Stellenzulagen, die Erschwerniszulage etwa für Marineangehörige oder fliegendes Personal sowie Auslandszuschläge.

Zwei Punkte werden beim Vergleich mit zivilen Gehältern oft übersehen: Soldatinnen und Soldaten sind nicht sozialversicherungspflichtig und erhalten ihre Besoldung monatlich im Voraus. Außerdem besteht Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung. Umgekehrt gilt: Bei dienstlicher Verpflichtung zum Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft vermindert sich das Grundgehalt nach § 39 Abs. 2 Bundesbesoldungsgesetz um 129,62 Euro.

Beförderung, Berufssoldat und Wechsel in die Offizierslaufbahn

Der Dienstgrad Feldwebel ist der Einstieg, nicht das Ende. Über Oberfeldwebel, Hauptfeldwebel und Stabsfeldwebel führt der Weg bis zum Oberstabsfeldwebel, in der Marine entsprechend bis zum Oberstabsbootsmann. Die Bundeswehr weist die Einstiegswerte für die niedrigste Gruppe und Stufe so aus:

Dienstgrad Besoldungsgruppe Sold*
Feldwebel/Bootsmann A 7 2.900€
Fähnrich/Fähnrich zur See A 7 2.900€
Oberfeldwebel/Oberbootsmann A 7 mit Zulage 2.900€ + Zulage
Hauptfeldwebel/Hauptbootsmann A 8 mit Zulage 3.100€ + Zulage
Oberfähnrich/Oberfähnrich zur See A 8 mit Zulage 3.100€ + Zulage
Stabsfeldwebel/Stabsbootsmann A 9 3.300€
Oberstabsfeldwebel/Oberstabsbootsmann A 9 mit Zulage 3.300€ + Zulage

Was am Ende der Laufbahn netto übrig bleibt, zeigt die Musterrechnung für einen Oberstabsfeldwebel in A 9, Erfahrungsstufe 8, verheiratet und mit zwei Kindern: 3.872,71 Euro Nettodienstbezüge.

Funktional beginnt die Entwicklung beim Lehrfeldwebel und reicht über leitende Ausbilder bis zum Kompaniefeldwebel. Bei entsprechender Eignung, Leistung und Befähigung sowie dienstlichem Bedarf ist die Übernahme als Berufssoldatin oder Berufssoldat möglich.

Wer weiter will, kann sich für die Laufbahn der Offiziere des militärfachlichen Dienstes bewerben. Auch ein Wechsel in den Truppendienst mit Studium an einer Universität der Bundeswehr ist möglich, abhängig von Eignung, Bedarf und Auswahlverfahren. Parallel dazu zahlen sich zivil anerkannte Qualifikationen aus, etwa Meister- und Fachwirtabschlüsse, staatlich geprüfte Techniker oder Fachlizenzen.

Häufig gestellte Fragen

Was genau ist ein Feldwebel und ist ein Feldwebel ein Beamter?

Ein Feldwebel ist ein militärischer Dienstgrad der Bundeswehr aus der Dienstgradgruppe der Unteroffiziere mit Portepee, verbunden mit fachlichen Führungs- und Ausbildungsaufgaben. Feldwebel sind Soldaten und werden nach dem Bundesbesoldungsgesetz besoldet, sie werden aber nicht als zivile Beamte geführt.

Welcher Dienstgrad ist ein Feldwebel und welcher Rang entspricht A 13?

Der Feldwebel ist Unteroffizier mit Portepee und trägt den NATO-Rangcode OR-6. In Heer und Luftwaffe heißt der Dienstgrad Feldwebel, bei der Marine Bootsmann, besoldet nach A 7. A 13 ist dagegen höheren Offiziersdienstgraden wie Stabshauptmann oder Major zugeordnet.

Was macht man als Feldwebel bei der Bundeswehr?

Feldwebel führen und bilden Soldatinnen und Soldaten aus und tragen Verantwortung für Material, Abläufe und ihre Einheit. Im Truppendienst stehen militärische Ausbildung und Führung im Mittelpunkt, im Fachdienst kommt die Arbeit als Spezialistin oder Spezialist in technischen, medizinischen oder informationstechnischen Berufen hinzu.

Welche Voraussetzungen braucht man für die Feldwebellaufbahn?

Es gibt zwei Zugangswege: Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss plus eine für die Verwendung förderliche Berufsausbildung. Dazu kommen die deutsche Staatsangehörigkeit, ein Mindestalter von 17 Jahren, körperliche und charakterliche Eignung sowie die Bereitschaft zu bundesweiten Versetzungen und Auslandseinsätzen.

Kann man bei der Bundeswehr direkt als Feldwebel einsteigen?

Ja, bei entsprechender beruflicher Qualifikation. Die Einstellungsübersicht nennt den direkten Einstieg als Feldwebel oder Bootsmann vor allem bei abgeschlossener Meisterprüfung oder vergleichbarer Ausbildung. Eine verwertbare Lehre oder Berufserfahrung führt zu einer höheren Einstufung, aber nicht in jedem Fall direkt zum Dienstgrad Feldwebel.

Wie schwer ist es, Feldwebel zu werden, und wie läuft das Auswahlverfahren ab?

Das Auswahlverfahren dauert in der Regel zwei Tage und prüft medizinische Tauglichkeit, körperliche Fitness, kognitive Fähigkeiten und Motivation. Dazu gehören Untersuchung, Basis-Fitness-Test, CAT-Test, Interview und Einplanung. Eine allgemeine Erfolgsquote veröffentlicht die Bundeswehr nicht.

Wie lange dauert es, bis man Feldwebel wird?

Der reguläre Ausbildungsgang dauert in der Regel drei Jahre mit Grundausbildung, Spezialgrundausbildung, Lehrgängen, Praktika und fachlicher Qualifizierung. Bei Einstellung mit höherem Dienstgrad kann sich die Zeit verkürzen; im Sanitätsdienst werden etwa zwei Jahre als Unteroffizier und ein Jahr als Stabsunteroffizier genannt.

Wie lange verpflichtet man sich als Feldwebel?

Üblich sind 12 Jahre. Mit zivilberuflicher Ausbildung im allgemeinen Fachdienst oder Sanitätsdienst sind es 13 Jahre, kürzere Verpflichtungen von acht Jahren sind je nach Verwendung möglich. Die offizielle Stellenausschreibung nennt als Obergrenze 15 Jahre im Truppendienst und 16 Jahre im Fachdienst.

Wie viel verdient ein Feldwebel netto und was verdient man bei der Bundeswehr laut Tabelle?

In der offiziellen Musterberechnung erhält ein lediger Feldwebel ohne Kinder nach der Ausbildung in A 7 ein Grundgehalt von 3.050,57 Euro und 2.555,16 Euro netto. Während der Ausbildung liegen die Beträge je nach Dienstgrad und Erfahrungsstufe darunter. Der tatsächliche Nettobetrag hängt von Steuermerkmalen, Familienzuschlag, Erfahrungsstufe und weiteren Zulagen ab.

Welche Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Feldwebel?

Beförderungen sind bis zum Oberstabsfeldwebel beziehungsweise Oberstabsbootsmann möglich, die Besoldung reicht von A 7 bis A 9 mit den jeweiligen Zulagen. Dazu kommen die Übernahme als Berufssoldat, der Wechsel in die Offizierslaufbahn des militärfachlichen Dienstes sowie zivil anerkannte Weiterbildungsabschlüsse.

Nächster Schritt

Wer die Voraussetzungen erfüllt, klärt am besten zuerst die passende Laufbahnrichtung und die Frage, ob die eigene Berufsausbildung als verwertbar gilt. Genau das entscheidet über Einstiegsdienstgrad, Besoldungsgruppe und Verpflichtungszeit. Das Beratungsgespräch in einem Karriereberatungsbüro der Bundeswehr liefert diese Einstufung verbindlich; parallel lohnt sich die frühe Vorbereitung auf Basis-Fitness-Test und CAT-Test.

Soldat in Uniform im Karriereberatungsbüro der Bundeswehr unterzeichnet Unterlagen zur Personalrekrutierung.

Quellen

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Bundeswehr Karriere · Einstellungstest 2026Bereite dich auf den CAT-Test der Bundeswehr vor

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