Wer eine Karriere bei der Bundeswehr plant, braucht vor allem eines: eine klare Reihenfolge. Beratung, Unterlagen, Bewerbungsportal, Karrierecenter, Eignungsfeststellung, Zusage. Wer diese Schritte kennt, spart Wochen und vermeidet unnötige Rückfragen.
Dieser Artikel führt Sie durch den kompletten Weg vom ersten Gespräch bis zum Dienstantritt. Er richtet sich an Schulabgänger, Berufserfahrene und Quereinsteiger und beantwortet die Fragen, die in der Praxis am häufigsten auftauchen: Welche Laufbahn passt, welche Unterlagen werden verlangt, wie lange dauert die Rückmeldung und was passiert im Karrierecenter.
Zur Größenordnung: Die Bundeswehr zählt laut der offiziellen Übersicht zu den zivilen Laufbahnen rund 266.000 Bundeswehrangehörige. Das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) stellt nach Angaben von karriere.bund.de jährlich bis zu 25.000 zivile und militärische Mitarbeitende ein.
Karriereberatung: den persönlichen Weg klären

Für eine militärische Laufbahn ist das persönliche Beratungsgespräch der erste verbindliche Prozessschritt. Erst danach werden die Unterlagen zusammengestellt und an ein Karrierecenter der Bundeswehr oder an das Assessmentcenter für Führungskräfte weitergeleitet. Wer diesen Schritt überspringt, kommt im Verfahren nicht weiter.
Die Karriereberatung erstellt gemeinsam mit Ihnen einen individuellen und unverbindlichen Karriereplan, der sich an Interessen und Stärken orientiert. Es geht dabei nicht nur um Wunschberufe, sondern auch um realistische Alternativen. Die endgültige Laufbahnwahl fällt ohnehin erst im Assessment, also in der Eignungsfeststellung.
Im Gespräch werden auch Fragen zur körperlichen Eignung angesprochen: gesundheitliche Vorgeschichte, Allergien, bekannte Einschränkungen. Je offener Sie hier sind, desto weniger Überraschungen gibt es später bei der ärztlichen Untersuchung.
Kontaktwege zur Karriereberatung
Drei Wege stehen offen: das Beratungsbüro vor Ort, der Live-Chat und die Hotline. Der Live-Chat der Bundeswehrkarriere ist montags bis freitags, ausgenommen Feiertage, von 8:00 bis 18:00 Uhr erreichbar.
Die kostenlose Karriere-Hotline erreichen Sie unter 0800 9800880, montags bis freitags von 08:00 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 18:00 Uhr. Die Karriereberatung weist selbst darauf hin, dass es wegen der hohen Zahl an Anfragen vereinzelt zu längeren Wartezeiten kommt. Außerhalb der Öffnungszeiten nimmt ein automatischer Anrufbeantworter das Anliegen auf.
Ergänzend arbeiten über 400 Beraterinnen und Berater in bundesweit über 100 Beratungsbüros und betreuen die Bewerbung von der ersten Frage bis zur Weiterleitung der Unterlagen.
Laufbahn und Karriereweg auswählen

Eine Karriere bei der Bundeswehr bedeutet nicht automatisch Uniform. Neben den militärischen Laufbahnen gibt es zivile Wege in Verwaltung, Technik, IT, Medizin, Forschung und Logistik. Die offizielle Jobsuche zeigt aktuell 243 Jobprofile, filterbar nach Einstiegsart, Interessengebiet, Abschluss, Organisationsbereich sowie militärischem oder zivilem Bereich.
Bei Soldatinnen und Soldaten unterscheiden die Quellen vier Laufbahngruppen: Mannschaften, Unteroffiziere, Feldwebel und Offiziere. Welche davon infrage kommt, hängt zuerst vom Schulabschluss ab, danach von Eignung und verfügbarem Dienstposten.
Erforderliche Schulabschlüsse nach Laufbahn
| Laufbahn | Mindestanforderung |
|---|---|
| Mannschaft | Hauptschulabschluss oder erfüllte Vollzeitschulpflicht |
| Unteroffizier | Mindestens Hauptschulabschluss |
| Feldwebel | Mindestens Realschulabschluss (mit verwertbarer Berufsausbildung höherer Dienstgrad bei Einstellung möglich) |
| Offizier | Abitur, Fachhochschulreife oder mittlere Reife mit anerkannter Berufsausbildung |
Neben der klassischen Laufbahn als Soldat auf Zeit gibt es den Freiwilligen Wehrdienst. Er dauert nach einer 2025 aktualisierten Fachquelle 7 bis 23 Monate, der Sold liegt je nach Dienstgrad bei 1.800 bis 2.200 Euro im Monat. Wer sich als Soldatin oder Soldat auf Zeit verpflichtet, bindet sich laut derselben Quelle für 2 bis maximal 25 Jahre. Der Weg zum Berufssoldaten führt in der Regel über diesen Status.
Im zivilen Bereich stehen duale Berufsausbildungen, duale Studiengänge, Beamtenlaufbahnen und Direkteinstiege für Tarifbeschäftigte zur Auswahl. Für eine zivile Berufsausbildung genügt laut der offiziellen Bundeswehr-Seite mindestens ein Hauptschulabschluss.
Bewerbungsportal: Stelle suchen und Bewerbung starten
Das Bewerbungsportal bündelt die Suche nach zivilen und militärischen Stellen und ermöglicht bei ausgewählten Stellen die direkte Bewerbung. Es ist die zentrale digitale Anlaufstelle, ersetzt aber nicht das Beratungsgespräch bei militärischen Laufbahnen.
Der Unterschied ist wichtig für die Planung. Für eine zivile Laufbahn oder eine Einstellung als Tarifbeschäftigte oder Tarifbeschäftigter bewerben Sie sich online über das Portal; danach folgt das Auswahlverfahren einschließlich Bewerbungsgespräch. Für die militärische Laufbahn steht das Gespräch mit der Karriereberatung am Anfang, erst danach gehen die Unterlagen an das Karrierecenter oder das Assessmentcenter für Führungskräfte.
Zum digitalen Ablauf gehören Registrierung, Upload der Zeugnisse, Terminvergabe für das Karrierecenter und die Statusverfolgung. Ein vollständiges Profil ist Voraussetzung dafür, dass das Auswahlverfahren überhaupt startet. Wenn der digitale Weg nicht weiterführt, hilft ein erneuter Blick auf den offiziellen Portalzugang oder ein direkter Anruf bei der Karriereberatung.
Bewerbungsunterlagen vollständig zusammenstellen
Unvollständige Unterlagen sind der häufigste Grund für Verzögerungen. Nach Eingang im Beratungsbüro erfolgt zunächst eine Vollständigkeitsprüfung, bevor die Bewerbung weitergeleitet wird.
Zu den verpflichtenden Bewerbungsunterlagen gehören laut den ausgewerteten Bewerbungsquellen:
- Vollständig ausgefüllter Bewerbungsbogen
- Lebenslauf in tabellarischer Form
- Passbilder in doppelter Ausführung
- Kopie der Geburtsurkunde oder Auszug aus dem Familienstammbuch
- Beglaubigte Kopien der Schul- oder Abschlusszeugnisse
- Nachweis über Studium, Gesellen- oder Meisterbrief
- Arbeitszeugnisse und beglaubigte Kopien der Tätigkeitszeugnisse, falls vorhanden
- Informationen über finanzielle Verpflichtungen wie Kreditverträge
- Ärztliches Attest, falls verlangt
- Einwilligung zur Datenspeicherung und Zusatzfragebogen
Ein formaler Unterschied ist leicht zu übersehen: Bewerber für eine Militärlaufbahn füllen lediglich einen Bewerbungsbogen aus, Kandidatinnen und Kandidaten für eine zivile Ausbildung brauchen stattdessen ein Anschreiben. Bei einer Bewerbung per Post liegt das Anschreiben lose obenauf, per E-Mail wird es zum Nachrichtentext.
Fehlende Dokumente lassen sich nachreichen. Kopien können vorab eingereicht werden, die Originale bringen Sie zum Vorstellungsgespräch mit. Bei Soldatenlaufbahnen ist die eigenhändige Abgabe der fertigen Bewerbung beim Karriereberater üblich.
Nach der Bewerbung: Wartezeit, Rückmeldung und Fristen
Rechnen Sie nach vollständiger Einreichung mit einer Rückmeldung innerhalb von ein bis zwei Monaten. Die offizielle Karriere-FAQ nennt keinen festen Termin, sondern beschreibt eine möglichst zeitnahe Beantwortung jeder eingehenden Bewerbung.
Eine einheitliche Bewerbungsfrist gibt es nicht. Einstellungen für Mannschaften, Unteroffiziere und Feldwebel sind grundsätzlich ganzjährig möglich, mit monatlichem Dienstantritt. Fällt der Erste eines Monats auf ein Wochenende oder einen Feiertag, verschiebt sich der Dienstantritt auf den nächsten Werktag.
Anders bei der Offizierslaufbahn: Hier endet die Bewerbungsfrist am 31. März des jeweiligen Jahres, der Dienstantritt liegt üblicherweise am 1. Juli und kann je nach Einführungsprogramm auch auf den 1. August, 1. September oder 1. Oktober fallen. Zivile Ausschreibungen haben eigene Termine; für ausgewählte BAPersBw-Stellen werden beispielsweise der 31. August, der 15. September oder der 30. September 2026 genannt.
Praktischer Planungshinweis: Für den gesamten Einstieg empfiehlt eine der ausgewerteten Quellen eine Vorlaufzeit von sechs bis neun Monaten. Wer zum Schuljahresende starten will, beginnt also besser im Herbst davor.
Einladung und Anreise zum zuständigen Karrierecenter

Das Karrierecenter der Bundeswehr ist eine dem Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr nachgeordnete Bundesbehörde. Es übernimmt Karriereberatung, Nachwuchsgewinnung, Eignungsfeststellung und Auswahlverfahren.
Deutschlandweit gibt es 16 Karrierecenter, von denen acht ein eigenes Assessment Center besitzen. Welches Center Sie besuchen, richtet sich grundsätzlich nach Wohnsitz beziehungsweise Bundesland. Eine freie Wahl ist nicht vorgesehen.
Karrierecenter mit Assessment Center
| Standort | Adresse | Telefon |
|---|---|---|
| Berlin | Regattastraße 12, 12527 Berlin | +49 30 677810 |
| Düsseldorf | Ludwig-Beck-Straße 2, 340470 Düsseldorf | +49 0211 6193400 |
| Mainz | Moltkering 9, 56189 Wiesbaden | +49 611 7995000 |
| Erfurt | Zeppelinstraße 18, 99096 Erfurt | +49 (0)361 342 85822 |
| Hannover | General-Wever-Straße 11, 30657 Hannover | +49 511 8669 94444 |
| München | Dachauer Straße 128, 80637 München | +49 89 1249 5181 |
| Stuttgart | Heilbronner Straße 188, 70191 Stuttgart | +49 080 0980 0880 |
| Wilhelmshaven | Opdenhoffstraße 6, 26384 Wilhelmshaven | +49 442 1686 2821 / 10 |
Bewerbungen für Führungspositionen laufen über das Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln, Kölner Straße 26. Erreichbar ist es militärisch unter 02203/105-2418 und zivil unter 02203 105 2554.
Das Assessmentverfahren dauert nach Angaben der offiziellen Karriere-FAQ in der Regel ein bis drei Tage. Planen Sie also mindestens eine Übernachtung ein. Eine der ausgewerteten Quellen nennt die Übernahme von Anreise, Verpflegung und Unterbringung während des Auswahlverfahrens; klären Sie die Details vorab mit Ihrem Karriereberater.
Eignungsfeststellung: CAT-Test, Untersuchung, Sport und Gespräch
Die Eignungsfeststellung dient dazu, Kompetenzen zu messen und die Einstellungsentscheidung abzusichern. Sie verbindet vier zentrale Prüfabschnitte: den computergestützten Einstellungstest, die ärztliche Untersuchung, den Sporttest und das Vorstellungsgespräch.
Der CAT-Test
Der CAT-Test ist der computergestützte Einstellungstest der Bundeswehr. Seine Inhalte werden auf die angestrebte Laufbahn abgestimmt und reichen von Deutsch und Mathematik über Technik und Naturwissenschaften bis zu Konzentration, Reaktionsvermögen und Logik. Eine der ausgewerteten Quellen beziffert die Dauer auf drei bis vier Stunden; Offizierbewerber schreiben zusätzlich einen Aufsatz, in dem sie Ausdrucks- und Argumentationsfähigkeit zeigen.
Für einen typischen Testblock im CAT-Test nennen die ausgewerteten Bewerbungsquellen folgenden Zuschnitt:
| Kategorie | Beschreibung |
|---|---|
| Testumfang | 25 Fragen |
| Testkategorien | Rechtschreibung, Sprachverständnis, Mathematik, Logik, Konzentration, Wissen |
| Zeitlimit | 12 Minuten |
Wer sich vorbereiten will, trainiert am besten Kopfrechnen unter Zeitdruck, Rechtschreibung und Konzentrationsaufgaben. Typische Aufgabenstellungen sind Wurzelziehen, Prozent- und Zinsrechnung, Dreisatzaufgaben, Buchstabenzählübungen, Mustererkennung sowie Allgemeinwissen zu Geschichte, Naturwissenschaft und Institutionen wie der NATO.
Ärztliche Untersuchung und Basis-Fitness-Test
Die medizinische Eignungsuntersuchung ist fester Bestandteil der Eignungsfeststellung. Ihr Ergebnis fließt zusammen mit den Leistungs- und Gesprächsergebnissen in die Eignungsentscheidung ein.
Der Basis-Fitness-Test prüft in drei Disziplinen Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer. Den Auftakt macht ein Sprinttest über 11 x 10 Meter, danach folgt der Klimmhang, zum Schluss eine Strecke von 3 Kilometern auf dem Fahrradergometer innerhalb einer vorgegebenen Zeit. Der Basis-Fitness-Test bleibt auch im Dienst relevant und wird jährlich abgenommen. Nach der offiziellen FAQ ist ein Sporttest im Assessment für die Laufbahn der Offizierinnen und Offiziere vorgesehen.
Gespräch und laufbahnspezifische Zusatzelemente
Im psychologischen Interview machen sich ein oder zwei Mitglieder der Prüfungskommission ein Bild vom Kandidaten. Gefragt wird nach Hobbys und Schulnoten, familiärem Hintergrund und beruflicher Motivation.
Für Offizierbewerber kommen weitere Stationen hinzu: Gruppensituationsverfahren, Studienberatung und ein zentrales Auswahlverfahren für Führungskräfte. Für zivile Ausbildungsmaßnahmen ist zusätzlich eine Ausbildungseignungsuntersuchung vorgesehen.
Eignungsergebnis und Einplanung
Nach den Tests folgt die Bewertung. Eine Prüfgruppe aus Prüf(stabs)offizier und Psychologe bewertet die charakterlichen Eignungsmerkmale und spricht eine Laufbahnempfehlung aus. Geprüft werden je nach Laufbahn körperliche, intellektuelle, charakterliche und gesundheitliche Merkmale.
Wichtig für die eigene Erwartungshaltung: Die Wunschlaufbahn und die Wunschverwendung sind mit einem guten Ergebnis nicht automatisch garantiert. Nach positiver Prüfung folgt die Einplanung, bei der Ihr Profil mit verfügbaren Dienstposten und möglichen Alternativen abgeglichen wird.
Wenn die Wunschstelle nicht verfügbar ist, lohnt sich der zweite Blick auf verwandte Verwendungen oder auf einen anderen Dienstgrad-Einstieg. Genau dafür ist die Karriereberatung da, und genau deshalb ist es sinnvoll, im ersten Gespräch bereits Alternativen zu besprechen.
Nach der Zusage: Heimatschutzausbildung und weiterer Einstieg
Für jede Soldatin und jeden Soldaten beginnt die Zeit bei der Bundeswehr mit der Heimatschutzausbildung Streitkräfte. Sie ist die Weiterentwicklung der bisherigen Grundausbildung, die Dauer bleibt unverändert bei in der Regel drei Monaten.
Ziel ist die militärische Grundbefähigung: alles, was jede Soldatin und jeder Soldat unabhängig von der späteren Verwendung können muss. Zu den gemeinsamen Ausbildungsgebieten gehören Innere Führung, Schießen mit Handwaffen, Sanitätsdienstausbildung aller Truppen, körperliche Leistungsfähigkeit, Schutzaufgaben, ABC-Abwehr, militärische Sicherheit und Wachdienst, Formaldienst sowie allgemeine Dienste.
Diese harmonisierten Inhalte haben einen praktischen Nutzen: Sie ermöglichen später einen Wechsel zwischen Bereichen der Bundeswehr, etwa vom Heer zur Luftwaffe. Auf diesem ersten Abschnitt baut die gesamte weitere laufbahn- und fachspezifische Ausbildung auf. Ein Teilbereich kann nachgeschult und wiederholt werden, wenn er zunächst nicht bestanden wurde.
Die Ausbildung findet nach Angaben der Bundeswehr an circa 150 Standorten in ganz Deutschland statt. Wo genau, erfahren Sie mit der Einplanung.
Zivile Karriere und Quereinstieg
Mehr als 81.000 der rund 266.000 Bundeswehrangehörigen haben eine zivile Verwendung. Die Mehrzahl des Zivilpersonals gehört zur Statusgruppe der Tarifbeschäftigten, daneben gibt es Beamtinnen und Beamte.
Das Berufsspektrum ist breit. Im nicht-technischen Bereich finden sich Gärtner, Psychologinnen, Kaufleute für Büromanagement, Maler und Lackiererinnen, Verwaltungsfachangestellte oder Tierpfleger. Im Bereich der Wehrtechnik stehen 16 technische Berufe zur Auswahl, von Elektronikern bis zu technischen Projektmanagerinnen, mit Aufgaben in Entwicklung, Erprobung und Beschaffung von Wehrmaterial, IT und Waffensystemen.
Für den Nachwuchs bietet die Bundeswehr über 50 zivile Berufe an. An 430 Ausbildungseinrichtungen in ganz Deutschland werden jedes Jahr über 1.300 Auszubildende in einer dualen Berufsausbildung ausgebildet. Für Abiturientinnen und Fachabiturienten gibt es duale Studiengänge mit hohem Praxisanteil, etwa in Informatik, öffentlicher Verwaltung oder Wehrtechnik. Für den höheren zivilen Dienst können ein Masterabschluss oder juristische Staatsprüfungen sowie je nach Einstieg einschlägige Berufserfahrung erforderlich sein.
Gehaltstabelle zivile Laufbahnen (beispielhaftes Brutto)
Beispielhaftes Brutto für die niedrigste Gruppe und Stufe in den jeweiligen Entgelt- und Besoldungstabellen
| Laufbahn | Tarifbeschäftigte | Beamtinnen und Beamte |
|---|---|---|
| Einfacher Dienst | 2.700€* | 2.700€* |
| Mittlerer Dienst | 2.900€* | 2.800€* |
| Gehobener Dienst | 3.600€* | 3.300€* |
| Höherer Dienst | 4.600€* | 5.000€* |
Für Quereinsteiger sind vor allem die zivilen Stellen interessant, weil dort abgeschlossene Ausbildung, Studium oder Berufserfahrung direkt zählen. Ein militärischer Quereinstieg bleibt möglich, hängt aber von Laufbahn, Eignung und einem passenden Dienstposten ab. Die Besoldung beziehungsweise Entgeltgruppe richtet sich in beiden Fällen nach Laufbahngruppe und Erfahrungsstufe.
So gehen Sie jetzt konkret vor
Der schnellste erste Schritt ist ein Termin bei der Karriereberatung: telefonisch unter 0800 9800880 oder im Live-Chat zwischen 8:00 und 18:00 Uhr. Parallel lohnt sich ein Blick in die Jobsuche, um zwei oder drei Jobprofile vorzumerken, die zu Abschluss und Interessen passen.
Danach sammeln Sie die Unterlagen, beginnend mit den beglaubigten Zeugniskopien und der Geburtsurkunde, weil diese am längsten dauern. Wer sechs bis neun Monate Vorlauf einplant und beim CAT-Test rechtzeitig mit dem Training beginnt, geht mit deutlich mehr Ruhe ins Verfahren.
Häufig gestellte Fragen
Kann man mit 30, 37 oder 40 Jahren noch zur Bundeswehr?
Ja. Die offizielle Regelung nennt für die Einstellung als Soldatin oder Soldat auf Zeit grundsätzlich das vollendete 62. Lebensjahr als obere Grenze. Bei älteren Bewerbungen müssen allerdings Laufbahn, Eignung und ein passender Dienstposten zusammenpassen, deshalb ist das Beratungsgespräch hier besonders wichtig.
Welche Berufe und Karrierewege gibt es bei der Bundeswehr?
Die offizielle Jobsuche umfasst militärische und zivile Jobprofile in Bereichen wie Technik, IT, Sanität, Logistik, Land, Luft und See. Je nach Schulabschluss und Ziel kommen Mannschaften, Unteroffizier, Feldwebel, Offizier, Ausbildung, duales Studium, Direkteinstieg oder eine zivile Beamten- und Tariflaufbahn infrage.
Was ist der bestbezahlte Job bei der Bundeswehr?
Die Quellen nennen keinen einzelnen Beruf als generell bestbezahlten Job. Bei zivilen Laufbahnen richtet sich das Brutto nach Laufbahngruppe, Entgelt- oder Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe. Für den höheren Dienst werden beispielhaft 4.600 Euro brutto für Tarifbeschäftigte und 5.000 Euro brutto für Beamtinnen und Beamte genannt.
Kann man als Quereinsteiger bei der Bundeswehr arbeiten?
Ja, besonders im zivilen Bereich. Abgeschlossene Ausbildung, Studium oder Berufserfahrung sind dort direkt verwertbar. Welche fachlichen Nachweise, Laufbahnvoraussetzungen und Auswahlverfahren gelten, legt die konkrete Stelle fest. Ein militärischer Quereinstieg bleibt von Eignung und verfügbarem Dienstposten abhängig.
Wie viel verdient man bei der Bundeswehr netto?
Eine allgemeingültige Nettozahl lässt sich nicht seriös angeben. Die offizielle Übersicht nennt beispielhafte Bruttobeträge für zivile Laufbahnen. Für das tatsächliche Netto sind unter anderem Beschäftigungsstatus, Steuermerkmale und persönliche Verhältnisse entscheidend.
Wie kann man sich bei der Bundeswehr bewerben?
Für eine militärische Laufbahn beginnt der Weg mit einem Beratungsgespräch. Danach stellen Sie gemeinsam mit der Karriereberatung die Unterlagen zusammen, die an ein Karrierecenter oder das Assessmentcenter für Führungskräfte weitergeleitet werden. Für zivile Laufbahnen und Tarifbeschäftigungen ist die Online-Bewerbung über das Bewerbungsportal vorgesehen.
Wann ist die Bewerbungsfrist für die Bundeswehr im Jahr 2026?
Eine einheitliche Frist für alle Stellen gibt es nicht. Für die Offizierslaufbahn gilt der 31. März des jeweiligen Jahres. Zivile Ausschreibungen haben eigene Termine, beispielsweise den 31. August, 15. September oder 30. September 2026 bei ausgewählten BAPersBw-Stellen. Für Mannschaften, Unteroffiziere und Feldwebel sind Einstellungen ganzjährig möglich.
Wie viele Karrierecenter der Bundeswehr gibt es?
Deutschlandweit gibt es 16 Karrierecenter, davon acht mit eigenem Assessment Center. Für die eigene Planung ist wichtig: Die Einladung erfolgt grundsätzlich nach Wohnsitz beziehungsweise Bundesland, nicht nach freier Wahl.
Was macht das Karrierecenter der Bundeswehr und ist es eine Behörde?
Das Karrierecenter ist eine dem Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr nachgeordnete Bundesbehörde. Es übernimmt unter anderem Karriereberatung, Nachwuchsgewinnung, Eignungsfeststellung und Auswahlverfahren. Je nach Standort gibt es Center mit oder ohne Assessment-Funktion.
Warum funktioniert das Bewerbungsportal der Bundeswehr manchmal nicht?
Eine allgemeine technische Fehlerursache oder verbindliche Störungsmeldung ist aus nicht ableitbar. Wenn der digitale Weg nicht weiterführt, prüfen Sie den offiziellen Portalzugang erneut und nutzen bei offenen Fragen ein Beratungsgespräch oder die Karriere-Hotline.



