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Bundeswehr Grundausbildung Gehalt: Brutto und Netto im Überblick

Wie viel Gehalt gibt es in der Grundausbildung der Bundeswehr? Wehrsold, Besoldung, Netto-Beispiele, Abzüge und Sachbezüge für FWDL und Soldaten auf Zeit.

Soldaten der Bundeswehr in Uniform und mit Marschgepäck bei einer Übung im Rahmen des Militärdienstes.

Wer sich für die Bundeswehr interessiert, stellt meistens zwei Fragen: Was passiert in den ersten Wochen, und wie viel Geld kommt am Monatsende an. Die zweite Frage lässt sich beantworten, aber nicht mit einer einzigen Zahl. Entscheidend ist, ob du als Freiwillig Wehrdienstleistender oder als Soldat auf Zeit anfängst, welchen Dienstgrad du hast und welche Steuermerkmale in deiner Lohnabrechnung stehen.

Dieser Artikel führt dich durch die offiziellen Beträge für die Grundausbildung, zeigt die veröffentlichten Netto-Beispielrechnungen und erklärt, welche Abzüge und Sachbezüge dazwischenliegen. Am Ende weißt du, mit welchem Betrag du realistisch planen kannst und wie du deine persönliche Zahl selbst nachrechnest.

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Grundausbildung: Bezahlt wird ab dem ersten Dienstmonat

Bundeswehr-Rekrut zielt während der Grundausbildung mit seinem Gewehr aus dem Fenster eines Übungsgebäudes.
Die militärische Grundausbildung, die die Bundeswehr inzwischen als Heimatschutzausbildung führt, dauert drei Monate und ist für alle Soldatinnen und Soldaten verpflichtend. Sie steht am Anfang jeder Laufbahn, unabhängig davon, ob danach eine kurze Dienstzeit oder eine lange Karriere folgt.

Bezahlt wird vom ersten Diensttag an. Es gibt keine unbezahlte Probephase und kein reduziertes Taschengeld für die Ausbildungszeit. Die Zahlung erfolgt monatlich im Voraus, sowohl beim Wehrsold als auch bei der Besoldung.

Wichtig für das Verständnis aller folgenden Zahlen: Soldatinnen und Soldaten erhalten rechtlich gesehen kein Gehalt im Sinne eines Arbeitslohns. Zeit- und Berufssoldaten werden besoldet, Grundlage dafür ist das Bundesbesoldungsgesetz. Diese Systematik folgt dem Alimentationsprinzip, das den Dienstherrn zu einer amtsangemessenen Versorgung verpflichtet und die Bezahlung deshalb an Amt und Dienstgrad koppelt statt an eine Arbeitsleistung im tarifvertraglichen Sinn.

Wehrsold oder Besoldung: der entscheidende Unterschied

Bei Freiwillig Wehrdienstleistenden heißt die monatliche Zahlung Wehrsold, ihre Grundlage ist das Wehrsoldgesetz. Bei Soldatinnen und Soldaten auf Zeit heißt sie Besoldung und richtet sich nach der Besoldungsgruppe aus der Besoldungsordnung, die dem jeweiligen Dienstgrad zugeordnet ist.

Die Bundeswehr beschreibt den Aufbau selbst so:

Der Sold besteht in erster Linie aus dem Grundgehalt, das abhängig vom Dienstgrad der Soldatin oder des Soldaten steigt.

Aus diesem Satz ergibt sich die Logik der gesamten Bezahlung. Das Grundgehalt beziehungsweise der Wehrsoldgrundbetrag bildet die Basis. Alles Weitere, also Zulagen, Familienzuschlag, Amtszulage oder Auslandsvergütungen, kommt individuell dazu. Neben den gut 180.000 Soldatinnen und Soldaten arbeiten in der Bundeswehr auch zivile Tarifbeschäftigte, für die ein völlig anderes Entgeltsystem gilt. Wenn du im Netz auf Gehaltsangaben für Tarifbeschäftigte stößt, lassen sie sich also nicht auf die Grundausbildung übertragen.

Die Eckdaten der Ausbildungszeit

Die Bundeswehr nennt für die Ausbildungsphase folgende Grundbezüge für Einsteiger:

Beschreibung Betrag (brutto/Monat)
Wehrsoldgrundbetrag für Freiwillig Wehrdienstleistende (niedrigster Dienstgrad) 2.600 Euro
Grundgehalt für Soldaten auf Zeit (niedrigster Dienstgrad) ca. 2.700 Euro

Der Freiwillige Wehrdienst ist dabei nicht auf die drei Monate Grundausbildung beschränkt. Die offiziellen Angaben nennen eine Verpflichtungszeit von sechs bis elf Monaten, wobei das erste halbe Jahr Probezeit ist und beiden Seiten eine Kündigung ermöglicht. Voraussetzungen sind unter anderem ein Mindestalter von 17 Jahren, die deutsche Staatsbürgerschaft und die erfüllte Vollzeitschulpflicht. Wer nur drei Monate dienen möchte, findet dafür also kein eigenes Modell: Die dreimonatige Ausbildung ist die erste Phase einer längeren Verpflichtung.

Inhaltlich verbringst du diese Zeit in einer Rekrutenkompanie. Formaldienst, Waffenausbildung, Sanitätsausbildung zum Einsatzersthelfer A, der Basis-Fitness-Test und ein Biwak im Gelände gehören zu den typischen Stationen, das feierliche Gelöbnis markiert einen der Höhepunkte. Für die Bezahlung spielt der Ausbildungsinhalt keine Rolle: Der Betrag hängt allein an Status, Dienstgrad und Erfahrungsstufe.

FWDL: Der offizielle Wehrsold in der Grundausbildung

Schwarze Militärstiefel und olivgrüner Rucksack als Bundeswehr Ausrüstung für Soldaten in der Grundausbildung.
Der monatliche Wehrsoldgrundbetrag für Freiwillig Wehrdienstleistende im niedrigsten Dienstgrad beträgt laut Bundeswehr 2.600 Euro brutto. Gemeint sind damit die Einstiegsdienstgrade wie Schütze, Jäger, Flieger oder Matrose, also genau die Dienstgrade, mit denen du in die Grundausbildung startest.

Dieser Betrag ist der Ausgangspunkt und steigt mit jeder Beförderung. Die offiziellen Tabellen weisen die ersten Stufen so aus:

Dienstgrad Betrag
Schütze, Flieger, Matrose (Einstiegsdienstgrad) 2.600,00 Euro
Gefreiter 2.630,00 Euro
Obergefreiter 2.650,00 Euro

Zwei Hinweise dazu, damit die Zahlen richtig eingeordnet werden. Erstens sind mögliche zusätzliche Vergütungen und Zulagen hier nicht berücksichtigt, das tatsächliche Brutto kann also höher ausfallen. Zweitens erreichst du die höheren Stufen erst mit einer Beförderung, und die kommt in der Regel nicht schon in den ersten Wochen der Grundausbildung. Für die drei Ausbildungsmonate ist der Einstiegsbetrag von 2.600 Euro daher die realistische Planungsgröße.

Wer im Freiwilligen Wehrdienst später ins Ausland geht, erhält nach den Angaben der Bundeswehr eine zusätzliche Vergütung zwischen 495 und 542 Euro. In der Grundausbildung spielt das noch keine Rolle, für die weitere Planung ist es aber ein relevanter Faktor.

Achte beim Vergleich von Quellen darauf, welchen Stand sie abbilden. Verschiedene Bildungsportale nennen für den Freiwilligen Wehrdienst noch deutlich niedrigere Beträge im Bereich von rund 1.840 bis 2.272 Euro. Diese Werte beziehen sich auf den Stand vor der Anhebung und sind für eine aktuelle Planung nicht brauchbar. Maßgeblich ist der von der Bundeswehr veröffentlichte Wehrsoldgrundbetrag.

FWDL netto: das Beispiel mit Unterkunft als Sachbezug

Bundeswehr-Soldaten trainieren die Bergung eines Kameraden während einer Geländeausbildung im freien Feld.
Brutto ist die eine Sache, der Betrag auf dem Konto die andere. Die Bundeswehr veröffentlicht für den Freiwilligen Wehrdienst konkrete Bezügebeispiele, die den Weg vom Wehrsoldgrundbetrag bis zu den Nettobezügen nachvollziehbar machen.

Dienstgrad/Alter/Familienstand Wehrsoldgrundbetrag Kinderzuschlag Bruttobezüge Steuerbrutto Lohnsteuer Kirchensteuer Nettobezüge
Schütze, Flieger, Matrose (m/w/d), 18 J., ledig, keine Kinder 2.600,00 € – 2.600,00 € 2.670,50 € 369,83 € 33,28 € 2.267,39 €
Obergefreiter (m/w/d), 23 J., verheiratet, 2 Kinder 2.630,00 € 115,00 € 2.745,00 € 2.745,00 € 391,08 € 24,98 € 2.328,94 €
Gefreiter (m/w/d), 25 J., verheiratet, 1 Kind 2.650,00 € 230,00 € 2.880,00 € 2.880,00 € 128,33 € 0,00 € 2.751,67 €

Der erste Fall ist der typische Grundausbildungsfall: 18 Jahre, ledig, keine Kinder, Lohnsteuerklasse I. Aus 2.600 Euro brutto werden hier 2.267,39 Euro netto.

Warum das Steuerbrutto höher ist als die Bruttobezüge

An dieser Stelle stolpern viele über eine Besonderheit. Die Bruttobezüge liegen bei 2.600,00 Euro, das Steuerbrutto aber bei 2.670,50 Euro. Die Differenz von 69,50 Euro ist der Sachbezug für die unentgeltlich bereitgestellte Unterkunft. Sie wird nach § 8 Absatz 2 Einkommensteuergesetz versteuert, weil FWDL grundsätzlich zum Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft verpflichtet sind. Der Betrag der UK-Pauschale gilt in dieser Höhe seit dem 1. Januar 2024.

Praktisch bedeutet das: Du bekommst die 69,50 Euro nicht ausgezahlt, aber sie erhöhen die Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer. Bei Verheirateten oder bei FWDL mit eigener Wohnung entfällt diese Anrechnung.

Die Abzüge im Einstiegsbeispiel

Vom Steuerbrutto gehen im Beispiel 369,83 Euro Lohnsteuer und 33,28 Euro Kirchensteuer ab. Die Kirchensteuer fällt nur bei bestehender Kirchensteuerpflicht an, für die FWDL-Beispiele wird ausschließlich der Kirchensteuersatz des Landes Nordrhein-Westfalen zugrunde gelegt. Wer nicht kirchensteuerpflichtig ist, hat entsprechend rund 33 Euro mehr auf dem Konto.

Was in dieser Rechnung fehlt, ist genauso wichtig wie das, was drinsteht: Es gibt keine Abzüge für Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- oder Pflegeversicherung. Bei FWDL werden die Sozialversicherungsbeiträge von der Bundeswehr als Dienstherr getragen und mindern den eigenen Auszahlungsbetrag nicht. Genau deshalb liegt das Netto im Verhältnis zum Brutto deutlich höher als in einem klassischen Angestelltenverhältnis.

Zwei weitere Zeilen der Tabelle zeigen, wie stark die persönliche Situation wirkt. Der verheiratete Gefreite mit einem Kind kommt bei 2.880 Euro Bruttobezügen auf 2.751,67 Euro netto, weil Steuerklasse IV und ein Kinderfreibetrag die Lohnsteuer auf 128,33 Euro drücken. Beim Obergefreiten mit zwei Kindern in Steuerklasse III bleiben 2.328,94 Euro. Eine pauschale Nettozahl für alle FWDL gibt es also nicht.

Im Netz kursieren Nettoangaben von rund 1.700 Euro für Singles, teils aus Foren, teils aus Beiträgen von 2014 oder 2015. Diese Werte liegen weit unter den heutigen offiziellen Berechnungen und sind schlicht veraltet. Halte dich an die veröffentlichten Bezügebeispiele.

Soldat auf Zeit: Grundgehalt und Netto in der Grundausbildung

Gemeinschaftsunterkunft in einer Kaserne mit ordentlich gemachten Etagenbetten und Spinden für Soldaten.
Wer sich direkt als Soldatin oder Soldat auf Zeit verpflichtet, durchläuft dieselbe Grundausbildung, wird aber nach dem Bundesbesoldungsgesetz besoldet. Für den niedrigsten Mannschaftsdienstgrad nennt die Bundeswehr rund 2.700 Euro brutto pro Monat.

Die Höhe der Besoldung ergibt sich aus zwei Größen: der Besoldungsgruppe, die dem Dienstgrad zugeordnet ist, und der Erfahrungsstufe, die die bisherige Dienstzeit abbildet. In der Grundausbildung bist du im Regelfall in der ersten Erfahrungsstufe der jeweiligen Besoldungsgruppe, also am unteren Ende der Tabelle.

Bezügebeispiele für die Laufbahn der Mannschaften

Die Bundeswehr veröffentlicht auch für Soldatinnen und Soldaten auf Zeit Musterrechnungen. Die erste Zeile bildet den Einstieg in der Grundausbildung ab.

Dienstgrad/Alter/Familienstand Grundgehalt/Besoldungsgruppe Erfahrungsstufe Amtszulage Familienzuschlag Bruttodienstbezüge Lohnsteuer Solidaritätszuschlag Kirchensteuer Nettodienstbezüge
Schütze, Flieger, Matrose (m/w/d), 18 J., ledig, keine Kinder A 3 1 0,00 € – 2.788,20 € 365,50 € 0,00 € 32,89 € 2.389,81 €
Hauptgefreiter (m/w/d), ledig, keine Kinder A 4 2 0,00 € – 2.911,35 € 400,91 € 0,00 € 36,08 € 2.474,36 €
Oberstabsgefreiter (m/w/d), verheiratet, keine Kinder A 5 2 0,00 € 176,42 € (Stufe 1) 3.124,55 € 463,83 € 0,00 € 41,77 € 2.618,98 €
Stabskorporal (m/w/d), verheiratet, 1 Kind A 6 4 25,90 € 327,19 € (Stufe 2) 3.551,77 € 239,33 € 0,00 € 21,54 € 3.290,90 €

Für den ledigen 18-jährigen Einsteiger in der Besoldungsgruppe A 3, Erfahrungsstufe 1, weist die Berechnung 2.788,20 Euro Bruttodienstbezüge aus. Nach Lohnsteuer und Kirchensteuer bleiben 2.389,81 Euro netto. Der Solidaritätszuschlag steht in allen vier Fällen bei 0,00 Euro.

Auch hier gilt: Soldatinnen und Soldaten sind nicht sozialversicherungspflichtig, es werden also keine eigenen Beiträge zur Kranken- oder Rentenversicherung abgezogen. Stattdessen greift die unentgeltliche truppenärztliche Versorgung.

Anwärter der Feldwebellaufbahn verdienen anders

Wer sich für die Laufbahn der Feldwebel verpflichtet, wird während der Ausbildung ebenfalls nach Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe bezahlt, steigt aber schneller in höhere Gruppen auf. Die veröffentlichten Beispiele zeigen das deutlich:

Dienstgrad/Anwärter Alter Familienstand Kinder Besoldungsgruppe Erfahrungsstufe Lohnsteuerklasse Grundgehalt (€) Erhöhungsbetrag (€) Bruttodienstbezüge (€) Lohnsteuer (€) Solidaritätszuschlag (€) Kirchensteuer (€) Nettodienstbezüge (€)
Feldwebel- bzw. Bootsmannanwärter 19 ledig keine A5 1 I 2.778,44 2.778,44 374,66 0,00 33,72 2.370,06
Feldwebel- bzw. Bootsmannanwärter 20 ledig keine A6 2 I 2.931,00 26,59 2.957,59 426,83 0,00 38,41 2.492,35

Die Beispiele beruhen auf einer bestimmten Lohnsteuertabelle und einer konkreten Lebenssituation. Sie sind eine gute Orientierung, aber keine Garantie für deinen eigenen Auszahlungsbetrag.

Warum FWDL und SaZ nicht direkt vergleichbar sind

Ein Vergleich, der oft schiefgeht: 2.600 Euro Wehrsold gegen rund 2.700 Euro Grundgehalt sehen nach einem kleinen Unterschied aus. Die Systeme dahinter sind aber verschieden. Beim Wehrsold gibt es keine Erfahrungsstufen, der Grundbetrag steigt allein mit dem Dienstgrad. In der Besoldung wächst dein Grundgehalt zusätzlich über die Erfahrungsstufen, und Zulagen wie die Amtszulage kommen in der Besoldungsordnung systematisch dazu.

Dazu kommt die Dauer. Der Freiwillige Wehrdienst endet nach sechs bis elf Monaten, eine Verpflichtung als Soldat auf Zeit läuft länger und eröffnet Beförderungen, mit denen sich die Besoldungsgruppe verändert. Wer nach dem Freiwilligen Wehrdienst bleiben möchte, kann sich in den meisten Fällen als Soldatin oder Soldat auf Zeit weiterverpflichten und wechselt damit vom Wehrsold in die Besoldung.

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Welche Abzüge verändern den Betrag auf dem Konto?

In den offiziellen Rechenbeispielen tauchen genau drei steuerliche Abzüge auf: Lohnsteuer, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag. Alle drei hängen an deinen persönlichen Merkmalen, nicht am Dienstgrad.

Lohnsteuer und Steuerklasse. Der größte Posten ist die Lohnsteuer. Sie richtet sich nach Steuerklasse, Familienstand und Kinderfreibeträgen. Der Vergleich der FWDL-Beispiele zeigt die Spannweite: 369,83 Euro beim ledigen Einsteiger in Steuerklasse I, aber nur 128,33 Euro beim verheirateten Gefreiten in Steuerklasse IV mit einem Kinderfreibetrag, obwohl dessen Brutto höher liegt.

Kirchensteuer. Sie fällt ausschließlich bei bestehender Kirchensteuerpflicht an. In den FWDL-Beispielen wird der Kirchensteuersatz Nordrhein-Westfalens angesetzt. Wer keiner steuererhebenden Religionsgemeinschaft angehört, spart diesen Abzug vollständig.

Solidaritätszuschlag. In sämtlichen Einsteigerbeispielen steht er bei 0,00 Euro. Daraus solltest du aber keine allgemeine Regel ableiten, denn bei anderen Einkommenshöhen und Konstellationen kann er anfallen.

Sachbezug Unterkunft. Der Sonderfall in der Grundausbildung. Bei FWDL erhöht die UK-Pauschale von 69,50 Euro das Steuerbrutto, ohne dass Geld fließt. Bei Soldatinnen und Soldaten auf Zeit wirkt die Verpflichtung zum Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft anders: Nach § 39 Absatz 2 Bundesbesoldungsgesetz kann sich das Grundgehalt in diesem Fall um 129,62 Euro vermindern. Das ist kein Steuerabzug, sondern eine Minderung der Bezüge selbst.

Was du in keinem der Beispiele findest, sind Sozialversicherungsbeiträge. Das ist der strukturelle Vorteil des Systems: Die Besoldung wird frei von Sozialversicherungsbeiträgen gezahlt, und bei FWDL übernimmt die Bundeswehr die Beiträge. Für dich heißt das ein vergleichsweise hohes Netto pro Brutto-Euro.

Sachbezüge: Was zusätzlich ankommt, ohne auf dem Konto zu stehen

Die Bundeswehr unterscheidet zwischen Geldbezügen und Sachbezügen. Geldbezüge sind die Besoldung samt Zuschlägen und Zulagen. Sachbezüge sind Unterkunft, truppenärztliche Versorgung, Bekleidung und Verpflegung. Gerade in der Grundausbildung ist dieser zweite Block wirtschaftlich relevant, weil er Ausgaben ersetzt, die du sonst selbst tragen müsstest.

Unterkunft. Während der Grundausbildung wohnst du in der Gemeinschaftsunterkunft. Für FWDL ist sie unentgeltlich und erscheint nur als steuerlicher Sachbezug in der Abrechnung. Miete, Nebenkosten und Kaution entfallen in dieser Zeit.

Truppenärztliche Versorgung. Sie ist unentgeltlich und ersetzt die private Krankenversicherungsleistung. In den offiziellen Anmerkungen zu den Bezügebeispielen wird sie ausdrücklich als Leistung genannt, die zusätzlich zur reinen Zahl auf dem Kontoauszug zählt.

Bekleidung und Ausrüstung. Uniform und Ausrüstung stellt der Dienstherr. Auch das reduziert die persönlichen Ausgaben zum Dienstbeginn.

Verpflegung. Die Truppenküche ist nicht komplett kostenlos. Für drei Mahlzeiten am Tag fallen laut Bundeswehr rund zehn Euro an. Das ist eine überschaubare Summe, sollte in deiner Monatsplanung aber auftauchen.

Kostenfreie Bahnfahrten. Soldatinnen und Soldaten in Uniform können Züge der Deutschen Bahn auch privat kostenlos nutzen, im Nah- und im Fernverkehr. Für FWDL nennen die offiziellen Unterlagen zusätzlich die kostenfreie Zugfahrt in der 2. Klasse zwischen Standort und Wohnort. Wer regelmäßig nach Hause pendelt, spart hier real dreistellige Beträge pro Monat.

Entlassungsgeld für FWDL. Nach den offiziellen Angaben werden 100,00 Euro je geleistetem Monat gezahlt, vorausgesetzt, es wurden mindestens sechs Monate und ein Tag Dienst geleistet.

Dazu kommen weitere Leistungen, die die Bundeswehr in ihren Karriere-Informationen nennt: 30 Tage Urlaub pro Jahr, Dienstbefreiungen an Weihnachten und Silvester, zusätzliche Urlaubstage bei besonderen Anlässen sowie steuerfreie Auslandsdienstbezüge bei Auslandsverwendungen.

Zuschläge und Zulagen: Familienzuschlag, Kinderzuschlag, Amtszulage

Neben dem Grundgehalt gibt es feste Bausteine, die das Brutto erhöhen. Für die Grundausbildung sind vor allem drei davon relevant.

Familienzuschlag

Der Familienzuschlag knüpft an Familienstand und berücksichtigungsfähige Kinder an. Er wird in Stufen gewährt: Stufe 1 erhalten unter anderem verheiratete Paare, Stufe 2 beispielsweise verheiratete Paare mit einem Kind. Die Beträge nach Besoldungsrecht:

Stufe Beschreibung Betrag (Euro)
1 Verheiratete, Unterhaltspflichtige mit Kindern 147,78
2 Stufe 1 + Kindergeldanspruch 274,10
Zusatz pro Kind Jedes weitere berücksichtigungsfähige Kind 126,32
Zusatz ab 3. Kind Ab dem dritten Kind 393,57

In den konkreten Bezügebeispielen der Bundeswehr tauchen teils abweichende Beträge auf, etwa 176,42 Euro für Stufe 1 beim Oberstabsgefreiten und 327,19 Euro für Stufe 2 beim Stabskorporal. Das liegt an den unterschiedlichen Stichtagen der Berechnungen. Für die Größenordnung ist beides brauchbar: Der Familienzuschlag bewegt sich im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich und ist damit ein spürbarer Faktor.

Kinderzuschlag im Freiwilligen Wehrdienst

Beim Wehrsold heißt der entsprechende Baustein Kinderzuschlag. Er wird für jedes Kind, für das grundsätzlich Anspruch auf Kindergeld besteht, auf Antrag gewährt. In den Beispielen liegt er bei 115,00 Euro beim Obergefreiten mit zwei Kindern und bei 230,00 Euro beim Gefreiten mit einem Kind. Der Antrag ist entscheidend: Ohne ihn fließt das Geld nicht automatisch.

Amtszulage

Die Amtszulage ist ein fester Zusatzbetrag, der an bestimmte Ämter innerhalb einer Besoldungsgruppe gebunden ist. Sie erscheint als eigene Zeile in der Abrechnung und erhöht die Bruttodienstbezüge.

Besoldungsgruppe Dienstgrad Betrag (Euro)
A 3 Gefreiter 42,92
A 4 Hauptgefreiter 8,63
A 5 Oberstabsgefreiter 42,92
A 7 Oberfeldwebel, Oberbootsmann 53,30
A 8 Hauptfeldwebel, Hauptbootsmann, Oberfähnrich, Oberfähnrich zur See 68,66
A 9 Oberstabsfeldwebel, Oberstabsbootsmann 319,49

Für die Grundausbildung ist die Amtszulage meist noch keine Größe: In den Einstiegsbeispielen für A 3 und A 4 steht sie bei 0,00 Euro. Relevant wird sie mit den ersten Beförderungen, und in höheren Besoldungsgruppen ist sie ein ernstzunehmender Betrag. Der Sprung von 68,66 Euro in A 8 auf 319,49 Euro in A 9 zeigt, wie stark die Amtszulage in den oberen Unteroffizierdienstgraden ins Gewicht fällt.

Neben der Amtszulage gibt es Stellenzulagen für besondere Verwendungen. Zulageberechtigt sind zum Beispiel Kompaniefeldwebel, Flugzeugführer oder Kampfschwimmer. Diese Verwendungen erreichst du erst nach weiteren Ausbildungsabschnitten, für die Grundausbildung spielen sie noch keine Rolle.

Warum zwei Rekruten mit demselben Dienstgrad unterschiedlich viel bekommen

Das ist der Punkt, an dem die meisten Vergleiche unter Kameraden scheitern. Zwei Soldaten in derselben Rekrutenkompanie, mit demselben Dienstgrad und derselben Besoldungsgruppe, können am Monatsende deutlich unterschiedliche Beträge auf dem Konto haben. Die Gründe sind immer dieselben.

Erstens der Status: Wehrsold als FWDL oder Besoldung als Soldat auf Zeit. Zweitens die Erfahrungsstufe, die bei Berufserfahrung im Dienstgrad steigt. Drittens die Steuerklasse, die bei Verheirateten anders ausfällt als bei Ledigen. Viertens die Kirchensteuerpflicht, die je nach Bundesland und Konfession greift oder nicht. Fünftens Kinder, über Kinderfreibeträge, Familienzuschlag oder Kinderzuschlag. Und sechstens die Unterkunftsregelung, die bei FWDL das Steuerbrutto erhöht und bei Soldaten auf Zeit das Grundgehalt um 129,62 Euro mindern kann.

Deshalb ist jede Netto-Zahl aus einem Forum wertlos, wenn diese sechs Angaben fehlen. Und deshalb sind die offiziellen Beispielrechnungen mit vollständiger Beschreibung des Falls die einzige belastbare Referenz.

So prüfst du deinen persönlichen Betrag zuverlässig

Soldat in Uniform blickt auf sein Smartphone, während er in der Kaserne auf einem Sofa sitzt.
Für eine eigene Berechnung brauchst du keine Insiderinformationen, sondern nur deine Eckdaten. Sinnvoll ist folgendes Vorgehen.

Kläre zuerst deinen Status. Freiwilliger Wehrdienst bedeutet Wehrsoldgrundbetrag, eine Verpflichtung als Soldat auf Zeit bedeutet Besoldung nach Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe. Ohne diese Entscheidung führt jede Rechnung ins Leere.

Bestimme anschließend Dienstgrad und Besoldungsgruppe. In der Grundausbildung ist das der Einstiegsdienstgrad, bei Mannschaften also Schütze, Flieger oder Matrose in A 3, Erfahrungsstufe 1. Bei anderen Laufbahnen kann die Einstiegs-Besoldungsgruppe höher liegen, wie das A-5-Beispiel für Feldwebelanwärter zeigt.

Trage danach deine Steuermerkmale zusammen: Steuerklasse, Kirchensteuerpflicht, Kinderfreibeträge. Ergänze Familienzuschlag oder Kinderzuschlag, falls du verheiratet bist oder Kinder hast, und prüfe, ob eine Amtszulage oder eine Stellenzulage in Frage kommt.

Für die eigentliche Berechnung verweist die Bundeswehr auf den Bezügerechner des Bundesverwaltungsamtes. Dort lassen sich Besoldung beziehungsweise Entgelt mit aktuellen Tabellenwerten ermitteln. Das ist der sauberste Weg, weil das Tool die Tabellenstände selbst pflegt.

Ein Hinweis zur Aktualität der Tabellen: Laut Merkur wurden die Bezüge nach der Besoldungstabelle 2025, gültig bis zum 30. April 2026, um 3,0 Prozent, mindestens aber 110 Euro erhöht. Ältere Tabellen aus 2020, 2021 oder 2022, die im Netz weiterhin auffindbar sind, geben deshalb ein zu niedriges Bild.

Wann kommt das erste Geld?

Sowohl Wehrsold als auch Besoldung werden monatlich im Voraus gezahlt. Einen einheitlichen Kalendertag für die erste Überweisung nennen die offiziellen Quellen nicht. Verlässlich ist also der Zahlungsrhythmus, nicht ein bestimmter Stichtag. Plane für den Dienstantritt trotzdem eine kleine Reserve ein, weil die Erfassung deiner Personal- und Bankdaten zu Beginn Zeit braucht.

Nach der Grundausbildung: Warum sich die Zahl wieder verändert

Mit dem Ende der drei Monate ist die Bezahlung nicht eingefroren. Nach der Ausbildung im Heimatschutz vertiefen Soldatinnen und Soldaten ihre militärischen Kenntnisse. Mannschaften gehen meist in Ausbildungen, die sie auf ihre konkrete Verwendung vorbereiten, angehende Führungskräfte besuchen weiterführende Lehrgänge. Mit Beförderungen, neuen Erfahrungsstufen und möglichen Zulagen bewegt sich auch der Betrag auf dem Konto.

Für die Laufbahn der Mannschaften zeigt die Bundeswehr folgende Entwicklung. Die Spalte „Geleistete Dienstzeit“ beschreibt die zur Beförderung notwendige Mindestdienstzeit.

Dienstgrad Geleistete Dienstzeit Sold*
Schütze Keine 2.700 €
Gefreiter 3 Monate 2.750€
Obergefreiter 6 Monate 2.760€
Hauptgefreiter 12 Monate 2.770€
Stabsgefreiter 3 Jahre 2.900€
Oberstabs- gefreiter 4 Jahre 2.980€
Korporal 7 Jahre 3.000€ – 3.100€
Stabskorporal 10 Jahre 3.150€ – 3.500€

Angegeben ist jeweils gerundetes Brutto in der typischen Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe. Auffällig ist, dass die Sprünge in den ersten Jahren klein sind. Der Unterschied zwischen Schütze und Hauptgefreitem nach zwölf Monaten beträgt rund 70 Euro brutto. Die größeren Schritte kommen später, mit längerer Dienstzeit und höheren Besoldungsgruppen.

Ein häufiger Fehler beim Lesen dieser Tabelle: Die Beträge gelten für die Besoldung, nicht für den Wehrsold. Ein Gefreiter im Freiwilligen Wehrdienst erhält 2.630 Euro Wehrsoldgrundbetrag, ein Gefreiter als Soldat auf Zeit rund 2.750 Euro brutto. Vergleiche also immer innerhalb desselben Systems.

Beispiele aus der Zeit nach der Ausbildung

Wie sich abgeschlossene Ausbildung, Dienstgrad und Familienstand gemeinsam auswirken, zeigen die Bezügebeispiele für die Feldwebellaufbahn:

Dienstgrad/Anwärter Alter Familienstand Kinder Besoldungsgruppe Erfahrungsstufe Lohnsteuerklasse Grundgehalt (€) Erhöhungsbetrag (€) Amtszulage (€) Familienzuschlag Stufe Bruttodienstbezüge (€) Lohnsteuer (€) Solidaritätszuschlag (€) Kirchensteuer (€) Nettodienstbezüge (€)
Feldwebel / Bootsmann 21 ledig keine A7 2 I 3.050,57 3.050,57 454,50 0,00 40,91 2.555,16
Hauptfeldwebel / Hauptbootsmann 26 verheiratet 1 A8 4 IV 3.523,33 79,56 Stufe 2 (131,66) 3.920,55 731,25 0,00 54,34 3.134,96
Oberstabsfeldwebel / Oberstabsbootsmann 50 verheiratet 2 A9 8 IV 4.283,30 370,22 Stufe 3 (464,04) 5.117,56 1.165,91 0,00 78,94 3.872,71

Die dritte Zeile ist besonders lehrreich. Beim Oberstabsfeldwebel in A 9, Erfahrungsstufe 8, machen Amtszulage und Familienzuschlag zusammen über 830 Euro der Bruttodienstbezüge aus. Das Grundgehalt allein erklärt die Zahl also nicht mehr. Genau deshalb lässt sich aus einem einzigen Bruttowert nie zuverlässig auf das Netto schließen.

Was das für deine Entscheidung bedeutet

Die Grundausbildung ist finanziell kein Sonderfall nach unten. Du startest mit 2.600 Euro brutto als FWDL oder rund 2.700 Euro brutto als Soldat auf Zeit, zahlst keine eigenen Sozialabgaben, wohnst zunächst kostenfrei und hast eine truppenärztliche Versorgung ohne Zuzahlung. Netto bleiben in den offiziellen Einstiegsbeispielen 2.267,39 Euro als FWDL und 2.389,81 Euro als Soldat auf Zeit.

Wer weiterrechnen möchte, sollte den Blick auf zwei Hebel richten: den Statuswechsel vom Wehrsold in die Besoldung und die Beförderungen, die Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe verändern. Beides wirkt stärker als jede kurzfristige Optimierung der Steuerklasse.

Als nächsten Schritt lohnt sich eine konkrete Rechnung mit deinen eigenen Daten im Bezügerechner des Bundesverwaltungsamtes, sowie ein Gespräch im Karrierecenter über die passende Laufbahn. Wenn du dabei Dienstgrad, Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe und deine Steuermerkmale zusammen notierst, bekommst du eine Zahl, die trägt, statt einer aus dem Forum.

Häufig gestellte Fragen

Wird man in der Grundausbildung der Bundeswehr bezahlt?

Ja. Die dreimonatige Grundausbildung ist eine bezahlte militärische Ausbildungsphase. Freiwillig Wehrdienstleistende erhalten Wehrsold, Soldatinnen und Soldaten auf Zeit erhalten Besoldung. Beide Zahlungen werden monatlich im Voraus geleistet.

Wie viel Geld bekommt man in der Grundausbildung als FWDL?

Im niedrigsten Dienstgrad beträgt der offizielle Wehrsoldgrundbetrag 2.600 Euro brutto pro Monat. Für Gefreite nennen die Tabellen 2.630 Euro, für Obergefreite 2.650 Euro brutto. Zusätzliche Vergütungen und Zulagen sind darin noch nicht enthalten.

Wie viel verdient man in der Grundausbildung als Soldat auf Zeit?

Für den niedrigsten Mannschaftsdienstgrad nennt die Bundeswehr rund 2.700 Euro brutto monatlich. Das veröffentlichte Rechenbeispiel für einen 18-jährigen ledigen Einsteiger in der Besoldungsgruppe A 3, Erfahrungsstufe 1, weist 2.788,20 Euro Bruttodienstbezüge aus.

Wie viel verdient man in der Grundausbildung netto?

Eine allgemeingültige Nettozahl gibt es nicht. Im FWDL-Beispiel für einen ledigen 18-Jährigen ohne Kinder bleiben von 2.600 Euro Bruttobezügen 2.267,39 Euro netto. Im Beispiel für Soldaten auf Zeit in A 3, Erfahrungsstufe 1, bleiben von 2.788,20 Euro brutto 2.389,81 Euro netto.

Wie viel sind 2.600 Euro brutto bei der Bundeswehr netto?

In der veröffentlichten FWDL-Beispielrechnung ergeben 2.600 Euro Wehrsoldgrundbetrag 2.267,39 Euro Nettobezüge. Das Beispiel geht von einem 18-jährigen ledigen und kinderlosen Soldaten in Lohnsteuerklasse I aus, berücksichtigt den Unterkunfts-Sachbezug und Kirchensteuer und ist deshalb keine pauschale Nettoangabe für jede Person.

Welche Abzüge gibt es vom Bundeswehr-Sold in der Grundausbildung?

In den Beispielrechnungen werden vor allem Lohnsteuer und gegebenenfalls Kirchensteuer abgezogen, der Solidaritätszuschlag wird bei Einsteigern mit 0,00 Euro ausgewiesen. Eigene Sozialversicherungsbeiträge fallen nicht an: Soldatinnen und Soldaten auf Zeit sind nach den offiziellen Unterlagen nicht sozialversicherungspflichtig, bei FWDL übernimmt die Bundeswehr die Beiträge.

Welche Sachbezüge erhält man während der Grundausbildung?

Zu den Sachbezügen und zusätzlichen Leistungen zählen je nach Status Unterkunft, truppenärztliche Versorgung, Bekleidung, Verpflegung und kostenfreie Bahnfahrten in Uniform. In der FWDL-Abrechnung wird die unentgeltliche Unterkunft mit 69,50 Euro als steuerlicher Sachbezug berücksichtigt.

Wann bekommt man das erste Geld in der Grundausbildung?

Wehrsold und Besoldung werden monatlich im Voraus gezahlt. Einen einheitlichen Kalendertag für die erste Überweisung nennen die offiziellen Quellen nicht, der konkrete Zahlungslauf lässt sich daraus also nicht ableiten.

Wie viel verdient ein Soldat nach der Grundausbildung netto?

Das hängt von Status, Dienstgrad, Erfahrungsstufe und den persönlichen Steuermerkmalen ab. In den veröffentlichten Beispielen liegen die Nettodienstbezüge eines ledigen Feldwebels nach der Ausbildung bei 2.555,16 Euro, für einen verheirateten Hauptfeldwebel mit einem Kind werden 3.134,96 Euro genannt.

Wie lange dauert die Grundausbildung und kann man nur drei Monate zur Bundeswehr?

Die Grundausbildung selbst dauert drei Monate. Sie ist aber keine eigenständige dreimonatige Verpflichtung: Für den Freiwilligen Wehrdienst nennt die Bundeswehr eine Verpflichtungszeit von sechs bis elf Monaten, wobei das erste halbe Jahr Probezeit ist.

Quellen

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