Wer sich bei der Bundeswehr bewirbt, will vor allem eines wissen: Was bleibt am Monatsende übrig? Die Antwort hängt weniger vom Verhandlungsgeschick ab als von drei Dingen: Status, Dienstgrad und persönliche Steuermerkmale. Dieser Artikel ordnet die wichtigsten Zahlen ein, erklärt die Systematik hinter den Tabellen und zeigt, warum es keine einzelne Netto-Zahl für alle gibt.
Wichtig gleich zu Beginn: Das System kennt zwei völlig getrennte Welten. Freiwillig Wehrdienstleistende bekommen Wehrsold, Soldatinnen und Soldaten auf Zeit sowie Berufssoldaten bekommen Besoldung nach dem Bundesbesoldungsgesetz. Wer diese beiden Begriffe vermischt, vergleicht falsche Zahlen.
Bundeswehr-Gehalt im Überblick: Der Status entscheidet
Zeit- und Berufssoldatinnen und -soldaten erhalten rechtlich gesehen kein Entgelt, sondern werden besoldet. Grundlage ist das Bundesbesoldungsgesetz. Laut bundeswehr.de wird die Besoldung monatlich im Voraus und frei von Sozialversicherungsbeiträgen gezahlt. Kern ist das Grundgehalt, das sich nach Dienstgrad und Erfahrungsstufe richtet. Zuschläge, Zulagen und Prämien kommen gegebenenfalls hinzu.
Freiwillig Wehrdienstleistende sind anders gestellt. Sie erhalten keinen Sold nach den A-Besoldungsgruppen, sondern einen gesetzlich geregelten Wehrsold mit möglichen Zuschlägen und Sachleistungen. Sie sind sozialversicherungspflichtig, allerdings übernimmt die Bundeswehr die Beiträge vollständig.
Der Einstieg im Wehrdienst liegt bei 2.600 Euro brutto im Monat inklusive Unterkunft. Ab zwölf Monaten werden 2.700 Euro brutto genannt. Danach richtet sich die Bezahlung nach Dienstgrad, Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe.
Ein dritter Punkt wird von Bewerbern oft übersehen: Nicht alles, was den finanziellen Wert ausmacht, steht in der Besoldungstabelle. Unterkunft, truppenärztliche Versorgung und kostenfreie Bahnfahrten sind Sachleistungen, die im Brutto nicht auftauchen.
Freiwilliger Wehrdienst: Wehrsold und Sachleistungen

Freiwillig Wehrdienstleistende des niedrigsten Dienstgrades erhalten laut Bundeswehr einen Wehrsoldgrundbetrag von 2.600,00 Euro brutto im Monat. Das ist der Einstiegswert während Grundausbildung und Wehrdienst. Nach zwölf Monaten Wehrdienst wird ein Betrag von 2.700 Euro brutto genannt, so die konsultierten Übersichts- und Rechnerseiten zur Wehrdienstvergütung.
Die Bundeswehr weist für die ersten Dienstgrade folgende Grundbeträge aus:
| Dienstgrad | Betrag |
|---|---|
| Schütze, Flieger, Matrose (Einstiegsdienstgrad) | 2.600,00 Euro |
| Gefreiter | 2.630,00 Euro |
| Obergefreiter | 2.650,00 Euro |
Mögliche zusätzliche Vergütungen und Zulagen sind darin nicht berücksichtigt, das tatsächliche Gehalt kann also höher ausfallen.
Was netto übrig bleibt: ein Musterbeispiel
Eine Musterberechnung aus den offiziellen Bezügeunterlagen zeigt, wie aus dem Wehrsoldgrundbetrag ein Nettobetrag wird. Für einen 18-jährigen, ledigen Wehrdienstleistenden ohne Kinder ergeben sich Nettodienstbezüge von 2.267,39 €. Das Steuerbrutto liegt dabei über dem Grundbetrag, weil der Sachbezug für die unentgeltliche Unterkunft mitversteuert wird. Die UK-Pauschale beträgt seit dem 01.01.2024 69,50 Euro; bei Verheirateten oder Wehrdienstleistenden mit eigener Wohnung entfällt die Anrechnung.
| Beschreibung | Schütze, Flieger, Matrose (18 J., ledig, keine Kinder) | Obergefreiter (23 J., verheiratet, 2 Kinder) | Gefreiter (25 J., verheiratet, 1 Kind) |
|---|---|---|---|
| Wehrsoldgrundbetrag | 2.600,00 € | 2.630,00 € | 2.650,00 € |
| Kinderzuschlag | 115,00 € | 230,00 € | |
| Bruttobezüge (= Steuerbrutto) | 2.670,50 € | 2.745,00 € | 2.880,00 € |
| Lohnsteuer | 369,83 € | 391,08 € | 128,33 € |
| Kirchensteuer | 33,28 € | 24,98 € | 0,00 € |
| Nettobezüge | 2.267,39 € | 2.328,94 € | 2.751,67 € |
Man sieht gut, wie stark Familienstand und Kinderzahl das Ergebnis verschieben. Der Wehrdienstleistende mit einem Kind kommt bei ähnlichem Brutto auf fast 500 Euro mehr netto.
Leistungen, die nicht im Brutto stehen
Zusätzlich zum Wehrsold erhalten Wehrdienstleistende unentgeltliche truppenärztliche Versorgung, unentgeltliche Unterkunft aufgrund der Verpflichtung zum Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft sowie kostenfreie Zugfahrten in der 2. Klasse zwischen Standort und Wohnort. Wer mindestens sechs Monate und einen Tag Dienst leistet, erhält außerdem ein Entlassungsgeld von 100,00 Euro je geleistetem Monat.
Soldat auf Zeit und Berufssoldat: Besoldung statt Wehrsold

Mit dem Status als Soldat auf Zeit oder Berufssoldat wechselt die Systematik. Ab hier gilt die Besoldungsordnung A beziehungsweise Besoldungsordnung B des Bundesbesoldungsgesetzes. Die Bundeswehr nennt für Soldaten auf Zeit im niedrigsten Dienstgrad rund 2.700 Euro pro Monat als Einstiegs-Sold.
Dahinter steckt das Alimentationsprinzip: Der Dienstherr zahlt keinen ausgehandelten Lohn, sondern eine gesetzlich festgelegte Besoldung, die Amt und Verantwortung entspricht. Deshalb lässt sich das Gehalt vorab exakt nachlesen, sobald Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe feststehen.
Die folgende Übersicht zeigt die typischen Bruttobeträge für Mannschaftsdienstgrade nach Dienstzeit:
| Dienstgrad | Geleistete Dienstzeit | Sold* |
|---|---|---|
| Schütze | Keine | 2.700 € |
| Gefreiter | 3 Monate | 2.750€ |
| Obergefreiter | 6 Monate | 2.760€ |
| Hauptgefreiter | 12 Monate | 2.770€ |
| Stabsgefreiter | 3 Jahre | 2.900€ |
| Oberstabs- gefreiter | 4 Jahre | 2.980€ |
| Korporal | 7 Jahre | 3.000€ – 3.100€ |
| Stabskorporal | 10 Jahre | 3.150€ – 3.500€ |
*Gerundetes Brutto in der jeweils typischen Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe. Die „Geleistete Dienstzeit“ beschreibt die zur Beförderung notwendige Mindestdienstzeit (Beispiel: zum Gefreiten = mindestens drei Monate).
Für Unteroffiziere mit Portepee, also die Feldwebeldienstgrade, sieht die Bandbreite so aus:
| Dienstgrad | Geleistete Dienstzeit | Sold* |
|---|---|---|
| Feldwebel/ Bootsmann | 3 Jahre | 3.000€ – 3.200€ |
| Fähnrich/ Fähnrich zur See | 21 Monate | 2.950€ |
| Oberfeldwebel/ Oberbootsmann | 5 Jahre | 3.250€ |
| Hauptfeldwebel/ Hauptbootsmann | 8 Jahre | 3.600€ – 3.750€ |
| Oberfähnrich/ Oberfähnrich zur See | 30 Monate | 3.300€ |
| Stabsfeldwebel/ Stabsbootsmann | 16 Jahre | 4.000€ |
| Oberstabsfeldwebel/ Oberstabsbootsmann | 19 Jahre | 4.500€ – 4.650€ |
Bei den Offizieren im Truppendienst reicht die Spanne deutlich weiter nach oben:
| Dienstgrad | Geleistete Dienstzeit | Sold* |
|---|---|---|
| Leutnant/ Leutnant zur See | 3 Jahre | 3.450€ – 3.600€ |
| Oberleutnant/ Oberleutnant zur See | 5,5 Jahre | 3.900€ – 4.150€ |
| Hauptmann/ Kapitänleutnant | 8,5 Jahre | 4.700€ – 5.300€ |
| Major/ Korvettenkapitän | 13 Jahre | 5.900€ – 6.100€ |
| Oberstleutnant/ Fregattenkapitän | 16 Jahre | 6.500€ – 7.850€ |
| Oberst/ Kapitän zur See | 20 Jahre | 8.500€ – 9.600€ |
| Brigadegeneral/ Flottillenadmiral | (21 Jahre) | 11.300€ |
| Generalmajor/ Konteradmiral | (22 Jahre) | 11.900€ |
| Generalleutnant/ Vizeadmiral | (23 Jahre) | 13.200€ |
| General/ Admiral | (24 Jahre) | 15.600€ – 16.200€ |
Besoldungstabelle A und B: die Systematik hinter den Zahlen
Die Besoldung richtet sich nach der Bundesbesoldungsordnung für Bundesbeamte und hängt vom Dienstgrad beziehungsweise Amt ab. Die Besoldungsordnung A regelt die Bezahlung in den Besoldungsgruppen A 3 bis A 16. Innerhalb jeder Gruppe steigt das Grundgehalt über acht Erfahrungsstufen an. Eine seriöse Besoldungstabelle für Soldaten weist deshalb immer beides aus: Besoldungsgruppe und Stufe.
Für 2026 gelten nach den vorliegenden Tabellenwerten unter anderem folgende Beträge in Stufe 1: A 3 liegt bei 2.866,27 €, A 7 bei 3.138,37 €, A 9 bei 3.551,63 €, A 11 bei 4.295,50 € und A 13 bei 5.343,23 €. Die Spitze der A-Besoldung bildet A 16 mit 7.323,25 € in Stufe 1 und 9.229,88 € in Stufe 8.
Die Besoldungsordnung B funktioniert anders: Sie kennt keine Erfahrungsstufen, sondern feste Monatsbeträge für B 1 bis B 11. Für B 10, die Gruppe der Generale und Admirale, weist die Tabelle 2026 einen Betrag von 16.530,96 € aus.
| B 1 | B 2 | B 3 | B 4 | B 5 | B 6 | B 7 | B 8 | B 9 | B 10 | B 11 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 8308.00 | 9615.07 | 10168.14 | 10746.71 | 11410.74 | 12041.80 | 12650.33 | 13287.33 | 14077.27 | 16530.96 | 17030.76 |
Neben dem Grundgehalt können Zuschläge, Prämien und Zulagen hinzukommen. Sie sind kein Bestandteil der Grundgehaltstabelle, sondern werden zusätzlich gewährt.
Welcher Dienstgrad gehört zu welcher Besoldungsgruppe?
Die Bundeswehr unterscheidet zwischen den Teilstreitkräften Heer, Luftwaffe und Marine. Innerhalb dieser Struktur trennt sie zwischen Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften; bei den Unteroffizieren zusätzlich zwischen denen mit und ohne Portepee. Die Dienstgradbezeichnung kann sich je nach Teilstreitkraft unterscheiden, während die Besoldungsgruppe gleich bleibt. Bei der Marine heißen die Hauptleute Kapitänleutnante, die Stabsoffiziere Kapitäne und die Generale Admirale.
In der Offizierslaufbahn sind die Zuordnungen weitgehend einheitlich:
| Dienstgrad | Besoldungsgruppe |
|---|---|
| Leutnant/Leutnant zur See | A 9 |
| Oberleutnant/Leutnant zur See | A 10 |
| Hauptmann/Kapitänleutnant | A 11 oder A 12 |
| Stabshauptmann/Stabskapitänleutnant | A 13 |
| Major/Korvettenkapitän | A 13 |
| Oberstleutnant/Fregattenkapitän | A 14 oder A 15 |
| Oberst/Kapitän zur See | A 16, B 2 oder B 3 |
| Brigadegeneral/Flottillenadmiral | B 6 |
| Generalmajor/Konteradmiral | B 7 |
| Generalleutnant/Vizeadmiral | B 9 |
| General/Admiral | B 10 oder B 10Z |
Bei den Feldwebeldienstgraden reicht die Spanne von A 7 bis A 9Z:
| Dienstgrad | Besoldungsgruppe |
|---|---|
| Feldwebel/Bootsmann | A 7 |
| Fähnrich/Fähnrich zur See | A 7 |
| Oberfeldwebel/Oberbootsmann | A 7Z |
| Hauptfeldwebel/Hauptbootsmann | A 8Z |
| Oberfähnrich/Oberfähnrich zur See | A 8Z |
| Stabsfeldwebel/Stabsbootsmann | A 9 |
| Oberstabsfeldwebel/Oberstabsbootsmann | A 9Z |
Das „Z“ hinter einer Besoldungsgruppe steht für eine Amtszulage, die zum Grundgehalt hinzukommt. Sie ist an das Amt gebunden und fällt je nach Besoldungsgruppe unterschiedlich aus:
| Besoldungsgruppe | Dienstgrad | Betrag (Euro) |
|---|---|---|
| A 3 | Gefreiter | 42,92 |
| A 4 | Hauptgefreiter | 8,63 |
| A 5 | Oberstabsgefreiter | 42,92 |
| A 7 | Oberfeldwebel, Oberbootsmann | 53,30 |
| A 8 | Hauptfeldwebel, Hauptbootsmann, Oberfähnrich, Oberfähnrich zur See | 68,66 |
| A 9 | Oberstabsfeldwebel, Oberstabsbootsmann | 319,49 |
Brutto und netto getrennt betrachten

Von den Bruttodienstbezügen gehen Lohnsteuer, Kirchensteuer und gegebenenfalls der Solidaritätszuschlag ab. Sozialversicherungsbeiträge fallen bei Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten nicht an. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu vergleichbaren zivilen Gehältern und erklärt, warum die Nettoquote bei der Bundeswehr vergleichsweise hoch ausfällt.
Wie stark sich Alter, Familienstand und Kinderzahl auswirken, zeigen die Musterrechnungen für Soldaten auf Zeit auf Basis der Lohnsteuerklasse und der Lohnsteuertabelle 2026:
| Beschreibung | Schütze, Flieger, Matrose, Feldwebel- bzw. Bootsmannanwärter (18 J., ledig, keine Kinder) | Hauptgefreiter (ledig, keine Kinder) | Oberstabsgefreiter (verheiratet, keine Kinder) | Stabskorporal (verheiratet, 1 Kind) |
|---|---|---|---|---|
| Grundgehalt | A 3, Erfahrungsstufe 1: 2.788,20 € | A 4, Erfahrungsstufe 2: 2.911,35 € | A 5, Erfahrungsstufe 2: 2.948,13 € | A 6 mit Zulage, Erfahrungsstufe 4: 3.198,68 € |
| Amtszulage | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € | 25,90 € |
| Familienzuschlag | Stufe 1: 176,42 € | Stufe 2: 327,19 € | ||
| Bruttodienstbezüge | 2.788,20 € | 2.911,35 € | 3.124,55 € | 3.551,77 € |
| Lohnsteuer | 365,50 € | 400,91 € | 463,83 € | 239,33 € |
| Solidaritätszuschlag | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € |
| Kirchensteuer | 32,89 € | 36,08 € | 41,77 € | 21,54 € |
| Nettodienstbezüge | 2.389,81 € | 2.474,36 € | 2.618,98 € | 3.290,90 € |
Diese Werte sind Musterberechnungen. Sie berücksichtigen nicht alle Dienstgrade und Kombinationsmöglichkeiten, und die tatsächlichen Bezüge können aufgrund der persönlichen Lebenssituation abweichen. Eine Netto-Angabe ohne Nennung von Steuerklasse, Kirchensteuerpflicht und Familienstand ist wertlos.
Sachbezüge: Unterkunft, Heilfürsorge und Mobilität
Neben den Geldbezügen gibt es Sachbezüge, die den finanziellen Gesamtwert spürbar erhöhen. Dazu zählen vor allem die Unterkunft am Standort und die unentgeltliche truppenärztliche Versorgung. Beides taucht im Brutto nicht auf, ersetzt aber reale Ausgaben.
Seit dem 1. Januar 2020 können Soldatinnen und Soldaten in Uniform kostenfrei Züge in ganz Deutschland nutzen. Auch das ist kein Bestandteil des Grundgehalts, sondern ein zusätzlicher Vorteil.
Die Unterkunft hat allerdings eine Kehrseite in der Abrechnung. Bei dienstlicher Verpflichtung zum Wohnen in einer Gemeinschaftsunterkunft kann sich das Grundgehalt in den Besoldungsgruppen A 3 bis A 8 laut der Musterberechnung mit Lohnsteuertabelle 2026 um 144,27 € vermindern. Zusätzlich kann der Sachbezug Unterkunft versteuert werden. Wer die Zahl für die eigene Planung nutzt, sollte sie mit dem aktuellen Rechtsstand abgleichen.
Ehrlicherweise gehören auch Kosten in die Rechnung: Versetzungen, Wochenendpendeln und Einsatzabwesenheiten sind reale Belastungen. Sie gehören genauso in die Entscheidung wie die Besoldungstabelle.
Zulagen, Familienzuschlag und besondere Verwendungen
Der Familienzuschlag wird nach familiärer Situation und der Zahl berücksichtigungsfähiger Kinder in Stufen gewährt. Er ist Bestandteil der Dienstbezüge und steuerpflichtig.
| Stufe | Betrag |
|---|---|
| Stufe 1 (verheiratete/unterhaltspflichtige Soldaten) | 171,28 € |
| Stufe 2 (Soldaten mit Kindern) | 317,66 € |
Deutlich größer ist der Hebel bei den Zulagen für besondere Verwendungen. Eine Stellenzulage oder Erschwerniszulage kann für Führungsfunktionen, den Flugbetrieb, Cyberverteidigung, maritime Tätigkeiten, Tauchen, Fallschirmsprungdienst oder Kampfmittelbeseitigung gezahlt werden. Genau diese Zuschläge erklären, warum die Bezahlung in Spezialverwendungen deutlich über dem Regeldienst derselben Besoldungsgruppe liegt.
| Zulagenart | Betrag/Bedingung |
|---|---|
| Erschwerniszulage für Marineangehörige | 112,74 bis 900 € |
| Zulage für fliegendes Personal | 143,16 bis 1.047,70 € |
| Fallschirmspringer-Zulage | 161,06 € |
| Minentaucher-Zulage | 550 € |
| Sprengstoffentschärfer und Kampfmittelräumer | 35,78 € pro Einsatz (ohne Höchstgrenze) |
| Einsatz im Bereich Fernmelde- und Elektronische Aufklärung | 102,98 bis 205,95 € |
| Spezialkräfte der Bundeswehr | 1.125 € |
| In-Übung-Halten von Spezialkräften | 550 bis 800 € (gestaffelt nach Einsatzverpflichtung) |
| Räumen und Vernichten von Munition | 4,67 bis 9,40 € pro Tag |
| Krankenpflegedienst (gestaffelt nach Funktion) | 70 bis 150 € |
| Zulage für Dienst zu wechselnden Zeiten | bis 108 € |
| Zulage für Bergführer | 40 bis 150 € |
| Stellenzulage im Feuerwehr-Einsatzdienst | 93,62 € (nach 1 Jahr) bzw. 187,25 € (nach 2 Jahren) |
Im Auslandseinsatz oder bei einsatzgleichen Verpflichtungen kommt der Auslandsverwendungszuschlag hinzu. Er ist nach Gefährdungsstufe und Einsatzland gestaffelt und wird als steuerfrei beschrieben.
| Stufe | Betrag pro Tag | Maximaler monatlicher Zuschlag |
|---|---|---|
| 1 | 48 € | bis zu 1.488 € |
| 2 | 74 € | bis zu 2.300 € |
| 3 | 90 € | bis zu 2.790 € |
| 4 | 105 € | bis zu 3.255 € |
| 5 | 120 € | bis zu 3.720 € |
| 6 | 145 € | bis zu 3.410 € (bei 24 Tagen) |
Nach Beendigung der Dienstzeit als Soldat auf Zeit gibt es zudem Übergangsgebührnisse, die den Wechsel ins Zivilleben absichern. Genannt werden 75 Prozent des letzten Gehalts über einen Zeitraum von 12 bis 60 Monaten.
Besoldung nach zehn Jahren: Erfahrungsstufen statt Pauschalzahl

Eine der häufigsten Fragen lautet, was ein Soldat nach zehn Jahren verdient. Eine einzelne Zahl gibt es dafür nicht. Das Ergebnis hängt vom erreichten Dienstgrad, der Besoldungsgruppe, der Erfahrungsstufe, den Steuermerkmalen, dem Familienzuschlag und möglichen Zulagen ab.
Die Systematik selbst ist aber klar geregelt. Nach § 27 Abs. 1 BBesG wird das Grundgehalt nach Stufen bemessen, den sogenannten Erfahrungsstufen. Der Aufstieg erfolgt nach bestimmten Dienstzeiten, in denen anforderungsgerechte Leistungen erbracht wurden. Diese Zeiten heißen Erfahrungszeiten.
| Stufe | Erfahrungszeit in Jahren | Jahre bis zum nächsten Stufenaufstieg |
|---|---|---|
| 1 | bis 2 | 2 |
| 2 | 3–5 | 3 |
| 3 | 6–8 | 3 |
| 4 | 9–11 | 3 |
| 5 | 12–15 | 4 |
| 6 | 16–19 | 4 |
| 7 | 20–23 | 4 |
| 8 | ab 24 | – |
Mit der ersten Ernennung mit Anspruch auf Dienstbezüge wird in der Regel Stufe 1 festgesetzt. Bei Beförderungen bleibt die erreichte Stufe erhalten: Wer aus A 10 Stufe 3 befördert wird, landet in A 11 Stufe 3. Nach zehn Jahren wirken also zwei Effekte zusammen, der Stufenaufstieg innerhalb der Gruppe und der Wechsel in eine höhere Besoldungsgruppe durch Beförderung.
Eigenes Netto berechnen: Diese Angaben brauchen Sie
Wer sein Netto vorab abschätzen will, braucht zunächst den Status. Danach folgen Besoldungsgruppe beziehungsweise Dienstgrad und Erfahrungsstufe. Erst im zweiten Schritt kommen die persönlichen Merkmale hinzu: Steuerklasse, Kirchensteuerpflicht, Kinderfreibeträge, Familienzuschlag und steuerpflichtige Zulagen.
Rechner für die Bundesbesoldung erfassen typischerweise Dienstgrad beziehungsweise Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe, Steuerklasse, einen etwaigen PKV-Beitrag, die Arbeitszeit in Prozent bezogen auf eine Vollzeitwoche von 41 Stunden sowie Kinder und Kirchensteuer. Steuerpflichtige Zulagen werden dem Brutto hinzugerechnet.
Ein Punkt bleibt wichtig: Ein Rechner liefert einen Orientierungswert. Die endgültige Festsetzung der Bezüge obliegt dem zuständigen Dienstherrn und kann im Einzelfall abweichen. Wer eine verbindliche Auskunft braucht, klärt sie im Beratungsgespräch beim Karrierecenter.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel verdient man als Bundeswehr-Soldat netto?
Einen einheitlichen Nettobetrag gibt es nicht. Das Ergebnis hängt von Status, Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe, Steuerklasse, Kirchensteuer, Kindern, Familienzuschlag und weiteren Zulagen ab. Hinzu kommt, dass Soldaten auf Zeit keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, während freiwillig Wehrdienstleistende anders behandelt werden.
Was verdient man bei der Bundeswehr laut Tabelle?
Für Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten zeigt die A-Tabelle Grundgehälter von A 3 bis A 16 mit jeweils acht Erfahrungsstufen. Für 2026 beginnt A 3 in Stufe 1 bei 2.866,27 € und reicht bis 9.229,88 € in A 16 Stufe 8. Die B-Gruppen enthalten feste Monatsbeträge ohne Stufen.
Wie viel verdient ein normaler Soldat und wie viel bekommt man in der Grundausbildung?
Im freiwilligen Wehrdienst beginnt die Vergütung mit 2.600,00 Euro brutto im Monat inklusive Unterkunft. Ab zwölf Monaten werden 2.700 Euro brutto genannt. Bei Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten richtet sich die Besoldung anschließend nach Dienstgrad, Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe.
Was verdient ein Soldat nach zehn Jahren bei der Bundeswehr?
Eine pauschale Zahl gibt es nicht. Entscheidend sind der inzwischen erreichte Dienstgrad, die Besoldungsgruppe, die Erfahrungsstufe, persönliche Steuermerkmale, Familienzuschläge und mögliche Zulagen. Die Stufen der A-Besoldung steigen nach zwei bis vier Jahren weiter an.
Welche Besoldungstabellen gibt es bei der Bundeswehr?
Relevant sind vor allem die Besoldungsordnung A und die Besoldungsordnung B. A 3 bis A 16 sind nach Erfahrungsstufen gegliedert, B 1 bis B 11 weisen feste Grundgehälter aus. Der Wehrsold im freiwilligen Wehrdienst ist davon zu unterscheiden und folgt einer eigenen Systematik.
Welcher Dienstgrad gehört zu welcher Besoldung und wer verdient A 13?
Typische Zuordnungen sind Leutnant A 9, Oberleutnant A 10, Hauptmann A 11 oder A 12, Major A 13 und Oberstleutnant A 14 oder A 15. A 13 ist unter anderem für Majore beziehungsweise Korvettenkapitäne sowie für Stabshauptleute beziehungsweise Stabskapitänleutnante vorgesehen.
Wie viel sind 2.600 Euro brutto in netto bei der Bundeswehr?
Die Musterrechnung für einen ledigen 18-jährigen Wehrdienstleistenden ohne Kinder weist 2.267,39 € Nettobezüge aus. Das Beispiel enthält einen Sachbezug für die Unterkunft und kommt damit auf 2.670,50 € Steuerbrutto. Der tatsächliche Betrag kann wegen Steuerklasse, Kirchensteuer und persönlicher Situation abweichen.
Ist das Gehalt bei der Bundeswehr gut?
Das lässt sich nur im konkreten Status und Lebensmodell beurteilen. Neben Brutto und Netto zählen die fehlenden Sozialversicherungsbeiträge bei Soldaten auf Zeit, die Unterkunft, die truppenärztliche Versorgung, kostenfreie Bahnfahrten und mögliche Zulagen. Gegenzurechnen sind Versetzungen, Pendeln und Einsatzabwesenheiten.
Nächster Schritt
Für eine belastbare Zahl brauchen Sie drei Angaben: den angestrebten Status, die Laufbahn mit dem zugehörigen Einstiegsdienstgrad und Ihre persönliche Steuerklasse. Mit diesen Eckdaten lässt sich das Grundgehalt in der Besoldungstabelle ablesen und um Familienzuschlag und Zulagen ergänzen. Verbindlich wird die Auskunft erst durch das zuständige Karrierecenter der Bundeswehr.
