Wer sich bei der Bundeswehr bewirbt oder kurz vor dem Dienstantritt steht, braucht schnell Orientierung in der militärischen Rangordnung. Dieser Artikel führt die Dienstgrade der Bundeswehr in aufsteigender Reihenfolge auf, getrennt nach Heer, Luftwaffe, Marine und Sanitätsdienst, und erklärt, was auf den Schulterklappen tatsächlich zu sehen ist.
Dazu kommen die Punkte, die im Bewerbungsgespräch und im ersten Dienstjahr wirklich zählen: welche Dienstgradgruppe zu welcher Laufbahn gehört, welche Mindestdienstzeiten für Beförderungen gelten und welcher Sold laut offizieller Tabelle mit welchem Dienstgrad verbunden ist.
Dienstgrade der Bundeswehr: Zählweise und Funktion im Überblick

Laut der offiziellen Darstellung der Bundeswehr gibt es 26 unterschiedliche Dienstgrade für Soldatinnen und Soldaten. Dafür existieren 82 Dienstgradbezeichnungen, weil Marine und Sanitätsdienst eigene Namen für dieselben Rangstufen verwenden. Gegliedert sind diese Dienstgrade in sieben Dienstgradgruppen.
Die amtliche Übersicht weist 29 Einträge aus. Die Differenz zu den 26 Dienstgraden erklärt sich durch die drei Anwärterdienstgrade Fahnenjunker, Fähnrich und Oberfähnrich. Sie werden von Offizieranwärtern durchlaufen und in den Tabellen deshalb gesondert geführt, ohne eigene Rangstufe zu bilden.
Ein Dienstgrad ordnet eine Soldatin oder einen Soldaten in die militärische Rangordnung ein. Die Dienstgradabzeichen machen diese Einordnung sichtbar und zeigen zugleich, zu welchem Uniformträgerbereich jemand gehört. Heeres-, Luftwaffen- und Marineuniformträger unterscheiden sich in Form, Farbe und Anbringung der Abzeichen deutlich.
Wichtig für das Verständnis der Truppe: Ein Vorgesetztenverhältnis beruht in der Bundeswehr vor allem auf der Dienststellung, also auf dem konkreten Dienstposten. Ein Vorgesetztenverhältnis allein aufgrund des Dienstgrades kann nach Wikipedia-Darstellung zusätzlich nach § 4 der Vorgesetztenverordnung entstehen. Der Dienstgrad allein erklärt also nicht jede Befehlsbeziehung.
„Vom Mannschaftsdienstgrad bis zum General trägt jeder seinen Teil zum Auftrag bei.“ — Verband der Soldaten der Bundeswehr
Die sieben Dienstgradgruppen und drei Laufbahngruppen
Die offizielle Gliederung kennt sieben Dienstgradgruppen: Mannschaften, Unteroffiziere ohne Portepee, Unteroffiziere mit Portepee, Leutnante, Hauptleute, Stabsoffiziere und Generale. Diese Reihenfolge ist die eigentliche Antwort auf die Frage nach der Rangfolge bei der Bundeswehr, weil sie unabhängig von der Teilstreitkraft gilt.
Bei den Mannschaften beginnt jede militärische Karriere. Sie erfüllen grundlegende militärische Aufgaben, unterstützen ihre Einheit und spezialisieren sich mit steigender Dienstzeit. Die Bezeichnung des Einstiegsdienstgrades hängt von Teilstreitkraft und Truppengattung ab, etwa Schütze im Heer, Flieger in der Luftwaffe oder Matrose in der Marine.
Unteroffiziere sind die Fachleute ihres Bereichs. Sie führen kleine Teams, bilden Nachwuchs aus und halten Abläufe am Laufen. Die Trennlinie innerhalb dieser Gruppe verläuft am Portepee: Unteroffizier und Stabsunteroffizier gehören zu den Unteroffizieren ohne Portepee, die Feldwebeldienstgrade zu den Unteroffizieren mit Portepee. Letztere sind die erfahrenen Führungskräfte mit oft jahrzehntelanger Expertise in Technik, Sanitätsdienst oder Logistik.
Die Offiziersseite gliedert sich in Leutnante, Hauptleute und Stabsoffiziere. Leutnant und Oberleutnant führen kleine Einheiten und treffen erste taktische Entscheidungen. Hauptmann und Stabshauptmann übernehmen größere Verantwortungsbereiche mit taktischer Planung. Stabsoffiziere, also Major, Oberstleutnant und Oberst, führen große Verbände und arbeiten stärker konzeptionell.
An der Spitze stehen die Generale, in der Marine die Admirale. Sie leiten Verbände, Kommandos oder ganze Teilstreitkräfte, gestalten Strukturen und tragen Verantwortung für tausende Menschen.
Laufbahngruppen und Laufbahnen
Von den Dienstgradgruppen zu unterscheiden sind die Laufbahngruppen. Die Bundeswehr fasst ihre Laufbahnen in drei Laufbahngruppen zusammen.
„Die Laufbahnen werden in drei Laufbahngruppen zusammengefasst: Mannschaften, Unteroffizierinnen und Unteroffiziere sowie Offizierinnen und Offiziere.“ — Bundeswehr
Insgesamt benennt die Bundeswehr 32 Laufbahnen, denen alle Verwendungen zugeordnet sind. Innerhalb einer Laufbahn durchlaufen Soldatinnen und Soldaten in der Regel nacheinander festgelegte Dienstgrade. Die Soldatenlaufbahnverordnung regelt diese Zuordnung; sie zählt nach Wikipedia-Darstellung vier Laufbahngruppen, weil dort der Militärfachliche Dienst getrennt geführt wird. Die offizielle Bundeswehr-Darstellung ordnet den militärfachlichen Dienst dagegen der Offizierlaufbahn zu und bleibt bei drei Laufbahngruppen. Fachunteroffiziere und Feldwebel gehören zur Laufbahngruppe der Unteroffiziere.
Dienstgradabzeichen, Portepee und Anwärterkennzeichen richtig lesen

Bei den Dienstgradabzeichen wird grundsätzlich zwischen Schulterklappen, Ärmelabzeichen und gewebten Aufschiebeschlaufen unterschieden. Schulterklappen gehören zum Dienstanzug, Aufschiebeschlaufen zum Feldanzug. Ärmelabzeichen sind eine Besonderheit der Marineuniformträger.
Wer die niedrigste Rangstufe trägt, trägt gar kein Abzeichen. Soldatinnen und Soldaten im niedrigsten Dienstgrad haben laut Wikipedia keine Dienstgradabzeichen, weshalb im Soldatenjargon von der „Schulterglatze“ gesprochen wird. Bei der Luftwaffe ist das anders gelöst: Dort werden von Anfang an leere Dienstgradschlaufen mit Schwinge getragen.
Die Systematik der Mannschaftsabzeichen beruht auf Schrägbalken. Im Heer und in der Luftwaffe sitzen diese Gefreitenbalken seit dem Frühjahr 1974 auf den Schulterklappen des Dienstanzuges, davor waren sie auf den Oberärmeln platziert. Beim Oberstabsgefreiten und beim Stabsgefreiten wird der innere Balken vom übrigen Balkenpaket abgesetzt. In der Truppe heißen die Schrägbalken je nach Region „Pommes“ oder „Fritten“.
Was das Portepee bedeutet
Das Portepee war historisch die Trageschnur am Seitengewehr. Heute trennt der Begriff die Feldwebeldienstgrade von den einfachen Unteroffizierdienstgraden. Sichtbar wird das an der Umrandung aus Metallgespinst auf den Schulterklappen, die an das Portepee erinnert und in der Truppe scherzhaft „Dackelrennbahn“ genannt wird.
Bei den Offizieren übernimmt eine silberne Zierkordel als Paspelierung diese Funktion. Sie findet sich bei Heeres- und Luftwaffenuniformträgern bis zum Dienstgrad Oberst und verweist ebenfalls auf das Portepee.
Anwärterkennzeichen: UA, FA und OA
Anwärterkennzeichen zeigen, welche Laufbahn eine Soldatin oder ein Soldat einschlägt. Die Kürzel lauten UA für Unteroffizieranwärter, FA für Feldwebelanwärter und OA für Offizieranwärter. Ein „Gefreiter OA“ ist also ein Gefreiter, der die Offizierlaufbahn durchläuft.
Bei den drei Anwärterdienstgraden Fahnenjunker, Fähnrich und Oberfähnrich ist die Zuordnung besonders wichtig. Fahnenjunker gehört zu den Unteroffizieren ohne Portepee, Fähnrich und Oberfähnrich zu den Unteroffizieren mit Portepee. Oberfähnriche fallen dabei aus der üblichen Systematik heraus: Ihre Abzeichen ähneln bereits der Grundform für Offiziere, weil sie die Offiziersuniform tragen.
Waffenfarbe und ergänzende Abzeichen
Neben dem Dienstgrad zeigt die Uniform weitere Informationen. Waffenfarbe, Verwendungsabzeichen und Laufbahnabzeichen kennzeichnen Teilstreitkraft, Truppengattung oder Spezialverwendung. Bei Heeres- und Luftwaffenuniformträgern entspricht die farbige Paspelierung oder Unterlage der Schulterklappe der Farbe der Kragenspiegel.
Farblich gilt eine einfache Regel: Metallembleme sind bei Heeres- und Luftwaffenuniformträgern altsilberfarben, bei Marineuniformträgern goldfarben. Generale tragen goldfarbene Embleme. Marineuniformträger der Sanitätslaufbahn sowie der militärgeographischen und militärmusikalischen Laufbahnen tragen statt des Sterns abweichende Laufbahnabzeichen.
Der Äskulapstab auf dem Dienstgradabzeichen kennzeichnet Ärzte. Wer genau hinsieht, kann laut Bundeswehr am jeweiligen Äskulapstab sogar erkennen, ob ein Humanmediziner oder ein Zahnarzt vor ihm steht.
Dienstgrade des Heeres in aufsteigender Reihenfolge

Die folgende Tabelle listet die Dienstgrade des Heeres von unten nach oben, einschließlich der drei Anwärterdienstgrade. Damit ergeben sich die 29 Einträge der amtlichen Übersicht.
| Nr. | Dienstgradgruppe | Dienstgrad |
|---|---|---|
| 1 | Mannschaften | Schütze beziehungsweise truppengattungsabhängige Einstiegsbezeichnung |
| 2 | Mannschaften | Gefreiter |
| 3 | Mannschaften | Obergefreiter |
| 4 | Mannschaften | Hauptgefreiter |
| 5 | Mannschaften | Stabsgefreiter |
| 6 | Mannschaften | Oberstabsgefreiter |
| 7 | Mannschaften | Korporal |
| 8 | Mannschaften | Stabskorporal |
| 9 | Unteroffiziere ohne Portepee | Unteroffizier |
| 10 | Unteroffiziere ohne Portepee | Fahnenjunker (Offizieranwärter) |
| 11 | Unteroffiziere ohne Portepee | Stabsunteroffizier |
| 12 | Unteroffiziere mit Portepee | Feldwebel |
| 13 | Unteroffiziere mit Portepee | Fähnrich (Offizieranwärter) |
| 14 | Unteroffiziere mit Portepee | Oberfeldwebel |
| 15 | Unteroffiziere mit Portepee | Hauptfeldwebel |
| 16 | Unteroffiziere mit Portepee | Oberfähnrich (Offizieranwärter) |
| 17 | Unteroffiziere mit Portepee | Stabsfeldwebel |
| 18 | Unteroffiziere mit Portepee | Oberstabsfeldwebel |
| 19 | Leutnante | Leutnant |
| 20 | Leutnante | Oberleutnant |
| 21 | Hauptleute | Hauptmann |
| 22 | Hauptleute | Stabshauptmann |
| 23 | Stabsoffiziere | Major |
| 24 | Stabsoffiziere | Oberstleutnant |
| 25 | Stabsoffiziere | Oberst |
| 26 | Generale | Brigadegeneral |
| 27 | Generale | Generalmajor |
| 28 | Generale | Generalleutnant |
| 29 | Generale | General |
Die Einstiegsbezeichnung der Mannschaften hängt im Heer von Truppengattung oder Verwendung ab. Neben Schütze finden sich Bezeichnungen wie Grenadier, Funker, Jäger, Kanonier, Pionier, Panzerschütze oder Sanitätssoldat. Alle diese Einstiegsdienstgrade werden bis zur ersten Beförderung unter der Sammelbezeichnung „Mannschaften im niedrigsten Dienstgrad“ zusammengefasst. Ab dem Gefreiten sind die Bezeichnungen dann einheitlich.
Zwei Dienstgrade in dieser Liste sind noch relativ neu. Korporal und Stabskorporal wurden zum 15. September 2021 eingeführt und erweitern die Mannschaftslaufbahn nach oben. Für den Dienstanzug war nach Wikipedia-Angaben zunächst nur das Ärmelabzeichen für Marineuniformträger in der Technischen Lieferbedingung beschrieben; als Anhalt für die Balkenbreite auf der Schulterklappe dient stattdessen die Anzugordnung.
Eine Besonderheit ist der Stabshauptmann. Dieser Dienstgrad ist den Offizieren des militärfachlichen Dienstes vorbehalten und bildet dort den Enddienstgrad.
Abkürzungen, NATO-Rangcodes und Besoldungsgruppen im Heer
Für Formulare, Dienstpläne und internationale Verwendungen sind drei Zusatzangaben relevant: die Abkürzung, der NATO-Rangcode und die Besoldungsgruppe. Die folgende Aufstellung nach Wikipedia zeigt sie für die Mannschaften des Heeres und der Luftwaffe.
| Dienstgradgruppe | Mannschaften | Dienstgrad | Abkürzung | NATO-Rangcode | Besoldungsgruppe |
|---|---|---|---|---|---|
| Mannschaften | Stabskorporal | StKorp/SK | OR-4 | A 6Z | |
| Mannschaften | Korporal | Korp/K | OR-3 | A 6 | |
| Mannschaften | Oberstabsgefreiter | OStGefr/OSG | OR-3 | A 5Z | |
| Mannschaften | Stabsgefreiter | StGefr/SG | OR-3 | A 5 | |
| Mannschaften | Hauptgefreiter | HptGefr/HG | OR-2 | A 4Z | |
| Mannschaften | Obergefreiter | OGefr/OG | OR-2 | A 4 | |
| Mannschaften | Gefreiter | Gefr/G | OR-1 | A 3Z | |
| Mannschaften | Niedrigster Dienstgrad* | div*/S | OR-1 | A 3 |
Für die Unteroffiziere von Heer und Luftwaffe ergibt sich folgendes Bild. Die mit Sternchen markierten Einträge sind die Anwärterdienstgrade.
| Dienstgradgruppe | Unteroffiziere mit Portepee | Unteroffiziere ohne Portepee | Dienstgrad | Abkürzung | NATO-Rangcode | Besoldungsgruppe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Unteroffiziere mit Portepee | Oberstabsfeldwebel | OStFw/OSF | OR-9 | A 9Z | ||
| Unteroffiziere mit Portepee | Stabsfeldwebel | StFw/SF | OR-8 | A 9 | ||
| Unteroffiziere mit Portepee | Oberfähnrich* | OFähnr/OFR | OR-8/OR-7 | A 8Z | ||
| Unteroffiziere mit Portepee | Hauptfeldwebel | HptFw/HF | OR-6 | A 7Z | ||
| Unteroffiziere mit Portepee | Oberfeldwebel | OFw/OF | OR-5 | A 7 | ||
| Unteroffiziere mit Portepee | Fähnrich* | Fähnr/FR | OR-5 | A 6 oder A 7 | ||
| Unteroffiziere mit Portepee | Feldwebel | Fw/F | OR-5 | A 6 | ||
| Unteroffiziere ohne Portepee | Stabsunteroffizier | StUffz/SU | OR-4 | A 5 | ||
| Unteroffiziere ohne Portepee | Fahnenjunker* | Fhj/FJ | OR-3 | A 4Z | ||
| Unteroffiziere ohne Portepee | Unteroffizier | Uffz/U | OR-1 | A 3 |
Dienstgrade der Luftwaffe in aufsteigender Reihenfolge
Heer und Luftwaffe verwenden bei den eigentlichen Dienstgraden dieselben Bezeichnungen. Der Unterschied liegt in der Einstiegsbezeichnung der Mannschaften und in der Gestaltung der Uniform.
| Nr. | Dienstgradgruppe | Dienstgrad |
|---|---|---|
| 1 | Mannschaften | Flieger |
| 2 | Mannschaften | Gefreiter |
| 3 | Mannschaften | Obergefreiter |
| 4 | Mannschaften | Hauptgefreiter |
| 5 | Mannschaften | Stabsgefreiter |
| 6 | Mannschaften | Oberstabsgefreiter |
| 7 | Mannschaften | Korporal |
| 8 | Mannschaften | Stabskorporal |
| 9 | Unteroffiziere ohne Portepee | Unteroffizier |
| 10 | Unteroffiziere ohne Portepee | Fahnenjunker (Offizieranwärter) |
| 11 | Unteroffiziere ohne Portepee | Stabsunteroffizier |
| 12 | Unteroffiziere mit Portepee | Feldwebel |
| 13 | Unteroffiziere mit Portepee | Fähnrich (Offizieranwärter) |
| 14 | Unteroffiziere mit Portepee | Oberfeldwebel |
| 15 | Unteroffiziere mit Portepee | Hauptfeldwebel |
| 16 | Unteroffiziere mit Portepee | Oberfähnrich (Offizieranwärter) |
| 17 | Unteroffiziere mit Portepee | Stabsfeldwebel |
| 18 | Unteroffiziere mit Portepee | Oberstabsfeldwebel |
| 19 | Leutnante | Leutnant |
| 20 | Leutnante | Oberleutnant |
| 21 | Hauptleute | Hauptmann |
| 22 | Hauptleute | Stabshauptmann |
| 23 | Stabsoffiziere | Major |
| 24 | Stabsoffiziere | Oberstleutnant |
| 25 | Stabsoffiziere | Oberst |
| 26 | Generale | Brigadegeneral |
| 27 | Generale | Generalmajor |
| 28 | Generale | Generalleutnant |
| 29 | Generale | General |
Der Dienstanzug der Luftwaffe besteht laut der Bundeswehr-Broschüre zu Bekleidung und Uniformen aus blauer Dienstjacke und blauer Hose, dazu ein langärmliges hellblaues Hemd mit dunkelblauer Krawatte. Kopfbedeckung ist das Luftwaffenschiffchen. Für warme oder kalte Witterung sind Abwandlungen vorgesehen, etwa kurzärmliges Hemd ohne Jackett oder ein Mantel.
Bei den Abzeichen unterscheiden die offiziellen Darstellungen zwischen Dienstanzug und Feldanzug. Am Feldanzug tragen Luftwaffenangehörige Schwingen auf ihren Schulterklappen. Wer in der Luftwaffe neu anfängt, trägt deshalb keine „Schulterglatze“ wie im Heer, sondern von Anfang an eine leere Schlaufe mit Schwinge.
Dienstgrade der Marine in aufsteigender Reihenfolge

Die Marine nutzt eigene Bezeichnungen, die historisch aus der Schiffsorganisation stammen. Maat, Bootsmann oder Kapitänleutnant klingen anders, entsprechen im Rang aber den Dienstgraden von Heer und Luftwaffe.
| Nr. | Dienstgradgruppe | Dienstgrad |
|---|---|---|
| 1 | Mannschaften | Matrose |
| 2 | Mannschaften | Gefreiter |
| 3 | Mannschaften | Obergefreiter |
| 4 | Mannschaften | Hauptgefreiter |
| 5 | Mannschaften | Stabsgefreiter |
| 6 | Mannschaften | Oberstabsgefreiter |
| 7 | Mannschaften | Korporal |
| 8 | Mannschaften | Stabskorporal |
| 9 | Unteroffiziere ohne Portepee | Maat |
| 10 | Unteroffiziere ohne Portepee | Seekadett (Offizieranwärter) |
| 11 | Unteroffiziere ohne Portepee | Obermaat |
| 12 | Unteroffiziere mit Portepee | Bootsmann |
| 13 | Unteroffiziere mit Portepee | Fähnrich zur See (Offizieranwärter) |
| 14 | Unteroffiziere mit Portepee | Oberbootsmann |
| 15 | Unteroffiziere mit Portepee | Hauptbootsmann |
| 16 | Unteroffiziere mit Portepee | Oberfähnrich zur See (Offizieranwärter) |
| 17 | Unteroffiziere mit Portepee | Stabsbootsmann |
| 18 | Unteroffiziere mit Portepee | Oberstabsbootsmann |
| 19 | Leutnante | Leutnant zur See |
| 20 | Leutnante | Oberleutnant zur See |
| 21 | Hauptleute | Kapitänleutnant |
| 22 | Hauptleute | Stabskapitänleutnant |
| 23 | Stabsoffiziere | Korvettenkapitän |
| 24 | Stabsoffiziere | Fregattenkapitän |
| 25 | Stabsoffiziere | Kapitän zur See |
| 26 | Generale | Flottillenadmiral |
| 27 | Generale | Konteradmiral |
| 28 | Generale | Vizeadmiral |
| 29 | Generale | Admiral |
Beim Offizieranwärterweg der Marine tritt der Seekadett an die Stelle des Fahnenjunkers, gefolgt von Fähnrich zur See und Oberfähnrich zur See. Die Bezeichnungen der Mannschaften ab dem Gefreiten sind dagegen in allen Bereichen der Bundeswehr identisch.
Wie Marineuniformträger ihre Abzeichen tragen, unterscheidet sich vom Heer. Zusätzlich zu den Schulterklappen gibt es Ärmelabzeichen. Bei den Mannschaften sitzen sie am Dienstanzug auf den Oberärmeln, beim Bord- und Gefechtsanzug dagegen an den Schulterklappen. Bei Unteroffizieren mit Portepee und bei Offizieren wandern die Ärmelabzeichen auf den Unterärmel.
Die Tressen der Offiziere haben eine eigene Geschichte. Nach Wikipedia-Angaben erhielten die Rangtressen auf Unterärmeln und Schulterstücken erst 1972 die heute gültige Anzahl und Abmessung. Bis Ende 1962 folgte man erkennbar dem Vorbild der United States Navy, danach kehrte man zum Tressensystem von Reichsmarine und Kriegsmarine zurück. Heute wird nur noch von schmalen, mittelbreiten und breiten Tressen gesprochen.
Vergleich über den NATO-Rangcode
Der NATO-Rangcode macht Dienstgrade zwischen Teilstreitkräften und Bündnispartnern vergleichbar. Ein Bootsmann steht damit einem Feldwebel gleich, ein Kapitänleutnant einem Hauptmann.
| Heer / Luftwaffe | Marine | NATO-Code |
|---|---|---|
| Leutnant | Leutnant zur See | OF-1 |
| Oberleutnant | Oberleutnant zur See | OF-1 |
| Hauptmann | Kapitänleutnant | OF-2 |
| Major | Korvettenkapitän | OF-3 |
| Oberstleutnant | Fregattenkapitän | OF-4 |
| Oberst | Kapitän zur See | OF-5 |
| Brigadegeneral | Flottillenadmiral | OF-6 |
| Generalmajor | Konteradmiral | OF-7 |
| Generalleutnant | Vizeadmiral | OF-8 |
| General | Admiral | OF-9 |
Dienstgrade im Sanitätsdienst und ihre Äquivalenzen
Die Dienstgradbezeichnungen der Sanitätsoffiziere sind der komplexeste Teil des Systems. Sie unterscheiden sich sowohl zwischen Heeres- und Luftwaffenuniformträgern einerseits und Marineuniformträgern andererseits als auch zwischen den verschiedenen Approbationsrichtungen. Ein Arzt, ein Apotheker und ein Veterinär desselben Ranges führen also unterschiedliche Bezeichnungen.
| Allgemeine Rangstufe | Heer/Luftwaffe | Marine |
|---|---|---|
| Hauptmann / Kapitänleutnant | Stabsarzt, Stabsapotheker, Stabsveterinär | Stabsarzt, Stabsapotheker |
| Major / Korvettenkapitän | Oberstabsarzt, Oberstabsapotheker, Oberstabsveterinär | Oberstabsarzt, Oberstabsapotheker |
| Oberstleutnant / Fregattenkapitän | Oberfeldarzt, Oberfeldapotheker, Oberfeldveterinär | Flottillenarzt, Flottillenapotheker |
| Oberst / Kapitän zur See | Oberstarzt, Oberstapotheker, Oberstveterinär | Flottenarzt, Flottenapotheker |
| Brigadegeneral / Flottillenadmiral | Generalarzt, Generalapotheker | Admiralarzt |
| Generalmajor / Konteradmiral | Generalstabsarzt | Admiralstabsarzt |
| Generalleutnant / Vizeadmiral | Generaloberstabsarzt | Admiraloberstabsarzt |
Erkennbar wird die Zugehörigkeit zum Sanitätsdienst am Äskulapstab auf dem Dienstgradabzeichen. Bei Marineuniformträgern der Sanitätslaufbahn tritt zudem ein abweichendes Laufbahnabzeichen an die Stelle des Sterns auf Ärmelabzeichen und Schulterklappe.
Der höchste Dienstgrad in der Sanitätsoffizierlaufbahn ist der Generaloberstabsarzt, bei Marineuniformträgern der Admiraloberstabsarzt. Laut Bundeswehr gibt es derzeit zwei Soldaten in dieser höchsten Sanitätsdienstgradstufe.
Bei den Mannschafts- und Unteroffiziersdienstgraden des Sanitätsdienstes bleiben die allgemeinen Bezeichnungen erhalten, ergänzt um den Zusatz für den Sanitätsbereich. Der Einstieg beginnt beim Sanitätssoldaten.
Laufbahn, Mindestdienstzeit und Beförderung
Beförderungen laufen nicht automatisch. Neben der Dienstzeit zählen die dienstliche Beurteilung, absolvierte Lehrgänge und der Bedarf auf einem entsprechend bewerteten Dienstposten. In der Mannschaftslaufbahn folgen die ersten Beförderungen allerdings schon im ersten Dienstjahr in kurzen Abständen.
Die offizielle Übersicht zur Laufbahn der Mannschaften nennt folgende Mindestdienstzeiten:
| Dienstgrad | Mindestdienstzeit | NATO-Rang |
|---|---|---|
| Schütze, Flieger, Matrose | Einstiegsdienstgrad | OR-1 |
| Gefreiter | 3 Monate | OR-2 |
| Obergefreiter | 6 Monate | OR-3 |
| Hauptgefreiter | 12 Monate | OR-3 |
| Stabsgefreiter | 36 Monate, davon mindestens 12 Monate seit Ernennung zum Hauptgefreiten | OR-4 |
| Oberstabsgefreiter | 48 Monate, davon mindestens 12 Monate seit Ernennung zum Stabsgefreiten | OR-4 |
| Korporal | 7 Jahre, davon mindestens 12 Monate seit Ernennung zum Oberstabsgefreiten | OR-4 |
| Stabskorporal | 10 Jahre, davon mindestens 12 Monate seit Ernennung zum Korporal | OR-4 |
Aus dieser Tabelle lassen sich zwei häufige Fragen beantworten. Nach vier Jahren Dienstzeit ist in der Mannschaftslaufbahn der Oberstabsgefreite erreichbar, weil dafür 48 Monate vorgesehen sind. Nach zehn Jahren kommt der Stabskorporal in Betracht. Beides sind Mindestzeiten und keine Garantien: Wer welchen Dienstgrad trägt, hängt zusätzlich von Laufbahn, Beurteilung und Dienstposten ab.
Wer weiter aufsteigen will, wechselt die Laufbahngruppe. Der Weg in die Unteroffizierlaufbahn führt über die Unteroffizier- oder Feldwebelanwärterausbildung, erkennbar an den Kennzeichen UA und FA. Für die Offizierlaufbahn im Truppendienst verlangt die Bundeswehr die allgemeine Hochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife oder einen gleichwertig anerkannten Bildungsstand. Nach Darstellung eines kommerziellen Fachblogs ist ein Offizierseinstieg auch mit mittlerem Schulabschluss, abgeschlossener Berufsausbildung und Berufserfahrung oder über den Aufstieg aus der Unteroffizierslaufbahn möglich; die Kriterien für einen gleichwertig anerkannten Bildungsstand sind jedoch streng, weshalb diese Aussage nur mit Vorbehalt gilt.
Besoldung und Gehalt nach Dienstgrad
Der Dienstgrad bestimmt nicht allein das Gehalt. Die Besoldung richtet sich nach Dienstgrad, Erfahrungsstufe und Familienstand; Zulagen kommen hinzu. Die folgenden Werte sind beispielhafte Bruttobeträge für die niedrigste Gruppe und Stufe der jeweiligen Tabelle.
Besoldung der Offiziere
| Dienstgrad | Besoldungsgruppe | Sold* |
|---|---|---|
| Leutnant/Leutnant zur See | A 9 | 3.300€ |
| Oberleutnant/Oberleutnant zur See | A 10 | 3.500€ |
| Hauptmann/Kapitänleutnant | A 11 oder A 12 | 4.000€ oder 4.300€ |
| Stabshauptmann/Stabskapitänleutnant | A 13 oder A13 mit Zulage | 5.000€ oder 5.000€ + Zulage |
| Major/Korvettenkapitän | A 13 | 5.000€ |
| Oberstleutnant/Fregattenkapitän | A 14 oder A 15 | 5.100€ oder 6.200€ |
| Oberst/Kapitän zur See | A 16, B 2 oder B 3 | 6.900€, 9.000€ oder 9.600€ |
| Brigadegeneral/Flottillenadmiral | B 6 | 11.300€ |
| Generalmajor/Konteradmiral | B 7 | 11.900€ |
| Generalleutnant/Vizeadmiral | B 9 | 13.200€ |
| General/Admiral | B 10 oder B 10 mit Zulage | 15.600€ oder 15.600€ + Zulage |
Bereits während des Studiums verdienen Offizieranwärterinnen und Offizieranwärter laut Bundeswehr mindestens 2.750 Euro brutto. Ein Praxisbeispiel der Bundeswehr nennt eine Major mit Referatsleitung in einer Kommandobehörde, die 5.932,45 Euro brutto verdient. Der Unterschied zum Tabellenwert von 5.000 Euro zeigt, wie stark Erfahrungsstufe und persönliche Situation wirken.
Besoldung der Mannschaften
| Dienstgrad | Besoldungsgruppe | Sold* |
|---|---|---|
| Mannschaften im niedrigsten Dienstgrad | A3 | 2.700€ |
| Gefreiter | A3 mit Zulage | 2.700€ + Zulage |
| Obergefreiter | A4 | 2.700€ |
| Hauptgefreiter | A4 mit Zulage | 2.700€ + Zulage |
| Stabsgefreiter | A5 | 2.700€ |
| Oberstabsgefreiter | A5 mit Zulage | 2.700€ + Zulage |
| Korporal | A6 | 2.800€ |
| Stabskorporal | A6 mit Zulage | 2.800€ + Zulage |
Auffällig ist, dass mehrere Mannschaftsdienstgrade denselben Grundbetrag ausweisen und sich vor allem über Zulagen unterscheiden. Der Sprung von 2.700 auf 2.800 Euro erfolgt erst beim Korporal in A 6.
Höchster Dienstgrad, Rangordnung und Verantwortungsstufen
Der Dienstgrad General ist der höchste Dienstgrad bei der Bundeswehr. Die Entsprechung bei der Marine ist der Admiral. So hochrangige Offiziere sind selten; ein Beispiel ist der Generalinspekteur der Bundeswehr als ranghöchster Soldat.
Um Verwechslungen zu vermeiden, spricht man beim Dienstgrad General oft vom Vier-Sterne-General. Das ist keine Nebenbezeichnung für jeden Generalsrang: Brigadegeneral, Generalmajor und Generalleutnant werden zwar verkürzt auch als Generale bezeichnet, tragen aber weniger Sterne. Die allgemeinen Generalsränge reichen von einem bis zu vier Sternen, jeweils mit goldenem Eichenlaub.
Wie viele Vier-Sterne-Generale es aktuell gibt, lässt sich aus den vorliegenden offiziellen Angaben nicht ableiten. Die Bundeswehr beschreibt diesen Dienstgrad lediglich als sehr selten. Für den Sanitätsdienst nennt sie konkret zwei Generaloberstabsärzte beziehungsweise Admiraloberstabsärzte.
Ebenso wenig lässt sich aus der Zahl der Dienstgrade oder der Dienstgradbezeichnungen eine Personalstärke ableiten. Beide Größen beschreiben die Rangstruktur, nicht den aktuellen Personalbestand je Dienstgradgruppe. Wer belastbare Personalzahlen braucht, muss auf eine amtliche Personalübersicht zurückgreifen.
Für die Praxis in der Truppe bleibt eine Unterscheidung entscheidend: Der Dienstgrad zeigt die Rangstufe, die Dienststellung bestimmt die konkrete Führungsverantwortung. Ein Kompaniefeldwebel ist dafür ein gutes Beispiel, weil hier eine Funktion und nicht ein Dienstgrad gemeint ist.
„Aber gute Führung beruht nicht nur auf Abzeichen. Sie lebt von Respekt, Erfahrung und Vertrauen – von oben nach unten genauso wie umgekehrt.“ — Verband der Soldaten der Bundeswehr
So gehst du praktisch weiter vor
Wer sich bewerben will, prüft am besten in dieser Reihenfolge: erst die passende Laufbahngruppe anhand von Schulabschluss und Interessen, dann die konkrete Laufbahn unter den 32 verfügbaren, und erst danach die Dienstgradfolge, die sich daraus ergibt. Der Dienstgrad ist das Ergebnis der Laufbahnentscheidung, nicht ihr Ausgangspunkt.
Für den Dienstantritt lohnt es sich, die drei Anwärterkennzeichen UA, FA und OA sowie die Portepee-Trennlinie sicher zu beherrschen. Damit lassen sich die meisten Abzeichen im Alltag richtig zuordnen. Die Detailunterschiede zwischen Dienstanzug, Feldanzug und Bordanzug klären sich in der Grundausbildung.
Häufig gestellte Fragen
Wie ist die Reihenfolge der Dienstgrade bei der Bundeswehr?
Aufsteigend führt die Rangfolge von den Mannschaften über die Unteroffiziere ohne Portepee und die Unteroffiziere mit Portepee zu den Leutnanten, Hauptleuten, Stabsoffizieren und schließlich zu den Generalen. Die vollständigen Reihenfolgen für Heer, Luftwaffe, Marine und Sanitätsdienst stehen in den Tabellen oben; Fahnenjunker, Fähnrich und Oberfähnrich sind dort als Anwärterdienstgrade gekennzeichnet.
Welche Dienstgrade gibt es aktuell bei der Bundeswehr?
Die offizielle Darstellung nennt 26 Dienstgrade und 82 Dienstgradbezeichnungen. In der Übersicht erscheinen 29 Einträge, weil zusätzlich Fahnenjunker, Fähnrich und Oberfähnrich als Offizieranwärter geführt werden. Heer und Luftwaffe teilen die meisten Bezeichnungen, die Marine verwendet eigene.
Wie ist die Rangfolge beim Militär beziehungsweise bei der Bundeswehr?
Die Bundeswehr gliedert ihre Hierarchie in sieben Dienstgradgruppen: Mannschaften, Unteroffiziere ohne Portepee, Unteroffiziere mit Portepee, Leutnante, Hauptleute, Stabsoffiziere und Generale. Die Marine nutzt eigene Bezeichnungen, die sich über den NATO-Rangcode mit Heer und Luftwaffe vergleichen lassen.
Was bedeuten die Dienstgradabzeichen und das Portepee?
Schulterklappen, Aufschiebeschlaufen und bei der Marine zusätzlich Ärmelabzeichen zeigen den Dienstgrad an. Das Portepee kennzeichnet die höheren Unteroffizier- beziehungsweise Feldwebeldienstgrade. Die Kürzel UA, FA und OA weisen auf Unteroffizier-, Feldwebel- und Offizieranwärter hin.
Was ist der höchste Bundeswehr-Rang und wie viele Vier-Sterne-Generale gibt es?
Der höchste allgemeine Dienstgrad ist der General, bei der Marine der Admiral. Im Sanitätsdienst sind Generaloberstabsarzt und Admiraloberstabsarzt die höchsten Bezeichnungen; davon gibt es laut Bundeswehr derzeit zwei. Eine belastbare aktuelle Gesamtzahl der Vier-Sterne-Generale nennen die offiziellen Quellen nicht, sie beschreiben diesen Dienstgrad lediglich als sehr selten.
Welcher Rang ist Major?
Der Major gehört zur Dienstgradgruppe der Stabsoffiziere und steht über dem Hauptmann sowie unter dem Oberstleutnant. In der Marine entspricht ihm der Korvettenkapitän. Die offizielle Offiziersbesoldungstabelle führt beide in A 13 mit beispielhaft 5.000 Euro.
Ist Hauptmann ein hoher Dienstgrad?
Ja. Der Hauptmann gehört zu den Hauptleuten und steht über den Leutnanten, aber unter den Stabsoffizieren. Bei der Marine lautet die entsprechende Bezeichnung Kapitänleutnant. Die konkrete Verantwortung hängt zusätzlich von Dienststellung und Verwendung ab.
Was verdienen die Dienstgrade bei der Bundeswehr?
Die Besoldung richtet sich nach Dienstgrad, Erfahrungsstufe und Familienstand und kann durch Zulagen ergänzt werden. Die offizielle Tabelle nennt beispielsweise etwa 3.300 Euro für einen Leutnant, 4.000 oder 4.300 Euro für einen Hauptmann, 5.000 Euro für einen Major und 15.600 Euro beziehungsweise 15.600 Euro zuzüglich Zulage für einen General.
Welchen Dienstgrad hat man nach zwölf Jahren Bundeswehr?
Einen festen Dienstgrad nach zwölf Jahren gibt es nicht, weil Laufbahn, Beurteilungen, Lehrgänge und Dienstposten entscheiden. In der Mannschaftslaufbahn ist der Stabskorporal laut offizieller Mindestdienstzeit ab zehn Jahren erreichbar; eine Beförderung nach zwölf Jahren ist damit aber nicht automatisch garantiert.
Welchen Dienstgrad hat man nach vier Jahren Bundeswehr?
Auch nach vier Jahren besteht kein allgemeiner Anspruch auf einen bestimmten Dienstgrad. In der Mannschaftslaufbahn nennt die offizielle Übersicht für den Oberstabsgefreiten eine Mindestdienstzeit von 48 Monaten. Andere Laufbahnen und individuelle Beförderungsvoraussetzungen führen zu abweichenden Ergebnissen.

